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Bönninghardt: Besenbinder bieten „Hei-Light“ zum Jubiläum

Karneval in Bönninghardt : Besenbinder bieten „Hei-Light“ zum Jubiläum

Unter dem Motto „Die höllischen Nachbarn kommen vorbei, Oranje Boven hallt‘s von der Hei“ feierten die Bönninghardter ihre 50. Büttensitzung.

Der Karneval der Heier Besenbinder ließ nichts zu wünschen übrig. Tolle Saalstimmung, super handgemachtes Programm und ein Elferrat, ganz im Geist von „Oranje“, heizte bis zum Siedepunkt ein. Im ausverkauften Saal Thiesen wackelten die Wände. Das 50. Jubiläum wird in die Chronik als wahres „Hei-Light“ eingehen.

Das Motto „Die höllischen Nachbarn kommen vorbei, Oranje Boven hallt‘s von der Hei“ passte perfekt, eben ganz so, wie es sich Sitzungspräsident Leo Sonneveld zum Jubiläum gewünscht hat. Überall saßen „lecker Meisjes“, selbst vom Elferrat hatte die Verwandtschaft von „Frau Antje“ aus Holland Platz genommen. Auch die Bühne hatte sich in ein buntes Tulpenfeld verwandelt. Wenn nötig, wurde mit Holzklompen lautstark der Takt vorgegeben. Das Publikum glänzte ebenfalls in entsprechenden Outfits.

Die drei Bönninghardter Tanzgarden sowie das Tambourcorps Bönnighardt legten in Sachen Stimmung mit ihren Auftritten die Messlatte hoch. Das deutsch-holländische Verhältnis analysierte „de Hollandse Clown“, Leo Sonneveld. Gerade die Sitten, Gebräuche und Kommunikation blieben im globalen Zeitalter schwierig und führten zu manch verhängnisvollen Missverständnissen. Der Sitzungspräsident konnte ein Liedchen davon singen.

Die singende Friseurin (Anne Schmidt) gab als Angela Merkel ihr Bestes. Sie hatte das Publikum in der Hand, forderte zur längsten Polonaise im „Dreiländereck“ nach Alpen auf, ohne das Nachbarland Veen zu streifen. Lautstark wehrte sich gegen die Hiebe der Elferrat der Veenze Kräje, der später noch auf der Bühne zu erleben war. Immer wieder erklang das Lied „Der weiße Schwan“, der den Kahn mit der schönen Fischerin zog. Der Saal tobte und sorgte für stehenden Applaus für die singende Friseurin.

Schlag auf Schlag folgten die Programmpunkte, beispielsweise mit der Band „Ma’so, Ma’so“ oder mit Herbert Oymann, der als Rock-Opa mitten aus dem prallen Leben berichtete. Er nahm mit der 50. Sitzung zugleich Abschied von der Bühne. Ein Witz jagte den nächsten. „Einfach mitten aus dem Leben“, wie Oymann ankündigte und dabei auch den ehelichen Alltag aufs Korn nahm. Was haben Wolken und Männer gemeinsam? „Wenn sie sich verziehen, kann der Tag noch schön werden“, so der Rock-Opa.

Für Abräumer auf der Bühne sorgte das Duo Marina Elbers (29) und Jasmine Nienhaus (30). Diesmal luden sie zur therapeutischen Sitzung. Die holländische Königin Beatrix hatte einiges, was ihre Seele drückt, ganz nach dem Motto: Das Leben ist Arbeit, Arbeit, Arbeit. Das Sessionsmotto bescherte dem Duo dazu die Steilvorlage. Das Heier Männerballett heimste ebenfalls tosenden Applaus ein.