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Rheinberg: Blockheizkraftwerk für Budberger Baugebiet?

Rheinberg : Blockheizkraftwerk für Budberger Baugebiet?

An der Rheinberger / Rheinkamper Straße wird bald gebaut. Der Rat muss über einen Anschluss- und Benutzungszwang entscheiden.

Eines der letzten großen Neubaugebiete in Rheinberg wird bald in Budberg entstehen, und zwar im Bereich Rheinberger Sraße / Rheinkamper Straße. Nachdem die Frage nach einem geeigneten Energieversorgungskonzept im Juli im Bau- und Planungsausschuss nicht geklärt werden konnte, befasste sich jetzt der Haupt- und Finanzausschuss mit dem Thema. Und wieder gab es keine Entscheidung. Die wird erst der Stadtrat am nächsten Dienstag (ab 17 Uhr, Stadthalle) fällen.

Die Stadtverwaltung hatte vorgeschlagen, das komplette Baugebiet mit einem Blockheizkraftwerk zu versorgen. Zwei Energieunternehmen haben grundsätzlich Interesse daran, ein solches zu bauen und zu betreiben, möchten aber Sicherheit haben. Das bedeutet, dass es einen Anschluss- und Benutzungszwang für die Bauherren in Budberg geben müsste.

Die SPD würde eine solche Regelung mittragen, wenn sie von Vorteil wäre für die künftigen Bewohner. "Es muss sich finanziell für sie lohnen", sagte Fraktionsvorsitzender Klaus Bechstein. Die CDU hingegen glaubt nicht, dass sich dadurch nennenswerte Einsparungen erzielen ließen. "Heute können sich Bauherren individuelle Lösungen schaffen", sagte Ulrich Hecker, der Fraktionsvorsitzende. Auch Herbert Becker (FDP) glaubt, dass man finanziell besser fahre, wenn man in eigener Regie baue. "Wir wollen da niemanden beschneiden", so Becker.

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Für Jürgen Bartsch (Grüne) war klar: "Es gibt viele Fern- und Nahwärmeprojekte, die günstiger sind für die Nutzer. Aber dazu müssen möglichst viele mitmachen." Andreas Imhof (Linke) glaubte, dass es bei einer zentralen Anlage auf Biogas hinauslaufen würde und deswegen wieder eine Tank-oder-Teller-Diskussion zu erwarten sei.

Beigeordneter Dieter Paus sagte, dass exakte Zahlen der Energieunternehmen als Berechnungsgrundlage erst in der Ratssitzung zur Verfügung stehen. Paus: "Für uns ist wichtig zu wissen, ob wir im Baugebiet eine Fläche für ein Blockheizkraftwerk freihalten müssen oder nicht." Nach intensivem Gedankenaustausch verständigte sich der Ausschuss: Entschieden wird in der Ratssitzung.

Auch das Alte Rathaus war ein Thema im Ausschuss. Der Neubau an der Orsoyer Straße (ehemals Edeka) wächst, im nächsten Jahr wird die Stadt als Mieterin in die obere Etage einziehen. Wenn unter anderem das Jugendamt dort einzieht, steht das Alte Rathaus leer. Die Frage, was dann mit dem historischen Gebäude geschieht, ist also aktueller denn je. Derzeit besteht der Wunsch, die Bürger an der Suche nach einer Lösung zu beteiligen. Das soll unter der Leitung eines neutralen Moderators geschehen. Alle Fraktionen legten im Hauptausschuss allerdings Wert darauf, dass dafür nicht vielGeld ausgegeben werden sollte.

(RP)