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Alpen: Bildungspfad - von der Kita bis zur Lehre

Alpen : Bildungspfad - von der Kita bis zur Lehre

Eine gelungene Premiere: Kitas, Grundschulen, Sekundarschule, Förderschule Bönninghardt und Gemeindebücherei präsentierten sich als "Alpener Bildungsfamilie" mit ihren vielen Möglichkeiten.

Das Bildungsangebot zwischen Rheinberg und Xanten ist für viele kaum noch überschaubar. Welcher Kindergarten ist der richtige? Wo befindet sich die beste Grundschule und wohin fährt der Schulbus danach? Um Alpener Eltern zu zeigen, dass die Gemeinde von der Kita bis zur weiterführenden Schule ein breites Angebot bereithält, fand auf Initiative des Schulausschusses eine Informationsveranstaltung mit dem passenden Namen "Bildungspfad" statt. Eine gelungene Premiere.

Kitas, Grundschulen, Sekundarschule, Förderschule Bönninghardt und Bücherei präsentierten sich als "Alpener Bildungsfamilie mit all ihren Möglichkeiten - vom Kindergarten bis zur Ausbildung." Der Termin der Veranstaltung wurde dabei mit Bedacht gewählt, sagte Sekundar-Schulleiter Tilmann Latzel: "Wir haben ganz bewusst gewartet, bis die Anmeldefristen für die Schulen verstrichen sind, weil wir nicht den Eindruck einer Werbeveranstaltung erwecken wollten. Wir möchten den Eltern einfach nur mal aufzeigen, dass bei uns in Alpen ganz viel möglich ist."

Bildung fängt bekanntlich im Kindergarten an - und zwar ohne Vokabelheft und Mathebuch. "Im Bereich Naturkunde zum Beispiel entdecken die Kinder ganz unterschiedliche Kompetenzen, entwickeln ihren Tastsinn oder erfahren eine andere Art der Körperwahrnehmung", erklärte Karin Ricking. Die richtige Früherziehung ist für die KiTa-Verbundleiterin hinsichtlich des weiteren Lebensweges von großer Bedeutung: "Wir haben eine schnelllebige Zeit. Deshalb müssen wir die Kinder frühzeitig darauf einstellen, flexibel, kreativ und selbstbewusst zu sein."

Es gab auch Kritik - an der Vergabe der Grundschulplätze. Claudia Vogel und Andre Tittmann würden ihren Sohn Anton am liebsten in der Wilhelm-Koppers-Grundschule in Menzelen-Ost anmelden, weil sie den dortigen Sachunterricht schätzen. "Im vergangenen Jahr mussten Menzelener Kinder zur Alpener Grundschule gehen, weil die Schule in Menzelen voll war. Wir können unser Kind zwar anmelden, aber die Gemeinde behält sich die Entscheidung vor, in welche Schule es geht", befürchtet Claudia Vogel. Die Mutter aus Menzelen-West sorgt sich, dass Kinder so aus ihrem sozialen Umfeld gerissen werden. "Muss nicht sein", sagte Ursula Arens, Lehrerin und Vertreterin der Grünen im Schulausschuss der Gemeinde: "Es werden im Vorfeld mit allen Eltern Gespräche geführt, niemand wird überrumpelt."

Am anderen Ende der Bildungskette steht der Eintritt in die berufliche Laufbahn. Dass die Schüler der Sekundarschule auch darauf bestens vorbereitet werden, machte Wolfgang Püschel deutlich. An seinem Infostand erläuterte der Betreuungslehrer an der Nahtstelle von Schule und Beruf, welche Möglichkeiten mit welchem Abschluss bestehen und verwies auf die vielen Kooperationspartner der Schule aus Industrie und Handwerk. Damit für jeden das richtige Berufsfeld gefunden wird, dürfen die Schüler an einer Potentialanalyse beim TÜV teilnehmen. "In einem praktischen und einem theoretischen Teil wird geprüft, wo die Stärken und Schwächen jedes Einzelnen liegen. Mit diesem Wissen können die Schüler sich dann gezielt um eine Praktikumsstelle bemühen", so Lehrer Püschel.

(RP)