Straßenkunst in Rheinberg Buntes Bienen-Bild schmückt das Garagentor des Imkers

Rheinberg · Weil die Farbe auf dem Garagentor blätterte, hat Hobby-Imker Michael Conrad einen Graffiti-Künstler gebeten, hier frische Farbe ins Spiel zu bringen.

 Einmalig: Andi Pinto hat drei Bienen auf eine große Blüte gesetzt, die es so nur auf dem Garagentor in Rheinberg gibt. 
  RP-Foto: bp

Einmalig: Andi Pinto hat drei Bienen auf eine große Blüte gesetzt, die es so nur auf dem Garagentor in Rheinberg gibt. RP-Foto: bp

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Die Farbe auf dem Garagentor von Michael Conrad war in die Jahre gekommen und abgeblättert. Er musste was tun. Da kam der Hobby-Imker, der an der Haustür an der Moerser Straße Honig verkauft, die seine fleißigen Bienen sammeln, auf die Idee, die Fläche plakativ zu nutzen. Im Internet fand er mit Andi Ponto einen jungen Mann, der sich mit Bildern aus der Sprühdose gut auskennt. Er lebt in Berlin und hat seine Arbeiten an einem Bauzaun am Alexanderplatz für ein paar Tage unterbrochen, um nach Rheinberg zu fahren und das Garagentor schön zu machen.

Hobby-Imker Michel, wie er sich nennt, und der Graffiti-Künstler brauchten nicht lange, um sich auf ein Motiv zu verständigen. Bei den summenden Völkern im Garten lag das Thema praktisch in der Luft: Bienen, die sich an einer großen Blüte laben. Da geht Naturfreunden das Herz auf.

Dabei ließ der Auftraggeber seinem Gast aus der Bundeshauptstadt weitgehend künstlerische Freiheit. So ist die Blüte in keinem botanischen Standardwerk zu finden und allein ein farbenprächtiges Produkt des Mannes an den Sprühdosen, von denen eine ganze Batterie vor der Garageneinfahrt platziert war.

Nach vier, fünf Stunden hatte das blühende Idyll Gestalt angenommen, und der Hausherr sah, dass es gut geworden war. Das Ganze wurde am Ende nur noch mit der Airbrush-Technik ein wenig veredelt. Conrad ist zufrieden mit der ästhetisch entsprechenden Optik auf der einst weiß lackierten Fläche des Metalltores. „Das ist ein echter Hingucker, auch für die vielen Autofahrer und Radler, die hier täglich vorbeikommen“, sagt Conrad.

Und der Rheinberger Hobby-Imker räumt offen ein, dass er den Marketing-Effekt auch ganz gerne mitnimmt. Schließlich soll sich der Fleiß seiner Völker auch auszahlen und das farbenfreundliche Großbild den ein oder anderen neuen Kunden mehr dazu anregen, bei ihm an der Haustür zu klingeln, um leckeren Honig zu kaufen.