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Rheinberg: Bewusstsein der Mitarbeiter schärfen

Rheinberg : Bewusstsein der Mitarbeiter schärfen

Amazon organisierte gestern zum Welt-Umwelttag eine Entsorgungsaktion.

Am gestrigen Welt-Umwelttag hat sich Olaf Kahlweit, Entsorgungskoordinator der Rheinberger Amazon-Niederlassung, etwas Besonderes einfallen lassen: Zum Schichtwechsel um 14 Uhr bot sich den rund 1900 Beschäftigten die Möglichkeit, Schadstoffe wie etwa alte Batterien, Motoröl oder Leuchtmittel direkt auf dem Firmenparkplatz beim von der Firma Schönmacker bereitgestellten Schadstoff-Mobil abzugeben. Im Haus bestand zudem für die Mitarbeiter die Möglichkeit, sich an Infoständen über das Thema Abfallentsorgung zu informieren.

"Wir möchten mit diesem Aktionstag das Bewusstsein der Mitarbeiter schärfen", erklärt Pressesprecherin Antje Kurz-Möller. Mit wiederverwendbaren Trinkflaschen und eigenen Kaffeebechern für das Personal hat Amazon bereits die ersten kleinen Schritte eingeleitet. Der Konzern selbst geht mit gutem Beispiel voran. Für ein Versandunternehmen bietet vor allem der Bereich der Verpackung Potenzial zur Abfallvermeidung.

"Wir verzichten schon weitestgehend auf Umverpackungen, prüfen bei jedem Produkt deren Notwendigkeit. Die Masse der Umverpackungen bekommen wir aber bei der Anlieferung", sagt Niederlassungsleiter Karsten Frost. In Gesprächen will man zumindest erreichen, dass der Anteil recycelbarer Materialien weiter ansteigt. Das veränderte Umweltbewusstsein der Kunden kommt dem Unternehmen dabei entgegen. "Wenn die Sendungen als Dämm-Material Papier statt Styropor enthalten, schont das die Umwelt und bringt uns einen Image-Gewinn.

Außerdem werden unsere Mitarbeiter angehalten, immer den kleinstmöglichen Karton zu nutzen", so Frost. Auch beim Volumen des Mülls hat der Konzern laut Antje Kurz-Möller Einsparpotenzial entdeckt: "Wir haben unsere Müllpressen besser ausgelastet und dadurch das Verkehrsaufkommen im Bereich der Müllwagen um 30 Prozent reduziert." Leider wurde das Schadstoff-Mobil an diesem Tag nicht gut angenommen, in der ersten halben Stunde war lediglich ein Mitarbeiter dort.

Für Karsten Frost steht aber trotzdem fest: "Wir werden den Aktionstag im kommenden Jahr wieder anbieten."

(erko)