Budberger Weihnachtsmarkt: Besonderer Treff mit dörflichem Charme

Budberger Weihnachtsmarkt: Besonderer Treff mit dörflichem Charme

Der Budberger Weihnachtsmarkt bot auch im 35. Jahr Gemütlichkeit, Zusammenkunft, Unterhaltung und Kunst.

Über das Gelände der Lindenschule an der Rheinkamper Straße wehte zwei Tage lang der schon traditionelle Duft von Lebkuchen, Glühwein und Holzfeuer. Entlang der insgesamt gut 24 Hütten und Stände konnten die gut dreitausend Gäste des Wochenendes Handwerkliches, Selbstgefertigtes und -gebackenes erwerben. "Die Krapfen da schmecken wie bei meiner Mutter", bemerkte die Hülserin Johanna Stiehl. Martina Severith- Marek aus Baerl fand die Stricksocken am Stand des Ehepaares Gradisar aus Kalkar-Wissel total schön. "Und die Kindersachen, die sind toll an diesem einen neuen Stand", meinte die Repelenerin Jutta Riedel beim Kaffeetrinken im DRK-Heim.

"Wir haben die Bühne etwas zurückgezogen, damit sich mehr Leute hinstellen können", beschrieb der Vorsitzende des "Niederrheinischen Weihnachtsmarkt Budberg", Bernd Mußmann, das kleine neue Detail des Marktes. Der war fünf Jahre auf Initiative von Ortsvorsteherin Ursula Kuhlmann mit Hilfe engagierter Budberger weitergeführt worden. Das Rote Kreuz konnte das Traditionsevent aufgrund mangelnder Kapazitäten nach dreißig Jahren nicht mehr stemmen. "Da ist soviel Herzblut mit bei", ließ es sich Mitbegründer Franz Brucksch von der DRK nicht nehmen, "sein Baby" auch diesmal zu begleiten. "Aus dem Dorf für das Dorf", so Marktleiter Jens Koop.

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Die Nachbarschaft "Alte Obstwiese" half der Familie Deckers beim Glühweinausschenken. "Das ist der Ort, wo sich das Dorf trifft", traf Brigitte Siebers vom Kirchenchor St. Marien Budberg den Nagel auf den Kopf. Vor allem am Abend gab es da beim Glühweinfest mit hunderten Menschen und der Cover-Rock und Oldieband "String" viel Arbeit. Auch die erste Mannschaft des Bezirksligisten SV Budberg besuchte traditionell den Markt vor dem Spiel gegen den Tabellenzweiten Wachtendonk. "Am besten acht schnelle Bier und um 24 Uhr ab ins Bett zum schlafen", scherzte Coach Patrick Jetten. "Das Geheimnis eines guten Spiels liegt in den Reibekuchen des SV", ergänzte der Vorsitzende des SV-Fördervereins, Thomas Hundke, dessen Kartoffelprodukte reißenden Absatz fanden.

Der Sonntag stand im Zeichen der ökumenischen Weihnachtsandacht und eines unterhaltsamen Adventsprogramms mit Sänger Karl Timmermann und dem Blasorchester Lohmühle. Für die Kleinen fuhr am Samstag die Bimmelbahn. Auf dem Lindenschulen-Gelände schmückten 120 Kinder einen Baum. Dazu gab es ein Programm mit Tanz und Gesang des evangelischen und katholischen Kindergartens Budberg und des Vierbaumer Kindergartens. Die Budberger Mädels der "fliegenden Homberger" zeigten spektakuläre Akrobatik.

(aflo)