Rheinberg: Benjamin Tomkins entpuppt sich als Frühstarter

Rheinberg: Benjamin Tomkins entpuppt sich als Frühstarter

250 Gäste kommen beim Programm "King Kong und die weiße Barbie" aus dem Lachen nicht mehr heraus.

"Sind wir zu spät?", lautete die bange Frage vieler Besucher am Dienstagabend beim Betreten der Rheinberger Stadthalle. Denn eine Viertelstunde vor Beginn des Programms "King Kong und die weiße Barbie" von Benjamin Tolkins war das Rathausfoyer wie leergefegt und in der Stadthalle plauderte der Bauchredner Tomkins bereits von der Bühne mit den Gästen. "Ich versuche, 20 Minuten vor jeder Aufführung mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen. Sie erzählen mir Dinge, die ich ins Programm einbinden kann", erklärte Tomkins erst vor wenigen Tagen im Interview mit unserer Redaktion.

Bei der Gelegenheit gab der "Puppenflüsterer" auch gleich mal eine Kostprobe seines Comedy-Talents zum Besten: "Jede dritte Ehe wird geschieden. Da stellt sich die Frage: Würden sie in ein Flugzeug steigen, wenn sie wüssten, dass jedes dritte abstürzt?" Im folgenden Programm bot Tomkins eine Mixtur aus Puppenspiel, Comedy und zu Beginn sogar einer kurzen Lesung aus seinem aktuellen Buch, das ebenfalls den Titel "King Kong und die weiße Barbie" trägt. Warum das Programm so benannt ist, erschloss sich den rund 250 Gästen allerdings nicht, denn besagter "King Kong" erhielt lediglich einen Kurzauftritt vor der Pause, in dem er zu Protokoll gab, dass er lieber "Ding Dong" heißen würde. Ansonsten bot Tomkins neben Anekdoten aus seinem Leben als alleinerziehender Vater zweier Töchter, die ihre Zimmer erst dann aufräumen, wenn das W-Lan-Signal nicht mehr durchkommt, ein Potpourri seiner besten Puppen-Nummern. Dabei machte der "Hardrock-Hase" seinem Namen alle Ehre. Als Chef der Rockergang "Hells Häschen" schmetterte er dem Publikum frei nach AC/DC den Song "Häschen from Hell" entgegen. Puppendompteur Tomkins veralberte sich immer wieder selbst.

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Als der Hase etwa behauptete, seine Sprache weise einen italienischen Akzent auf, flüsterte sein Besitzer ihm ins Ohr: "Du kannst keinen italienischen Akzent haben, weil ich kein italienisch kann." Mittlerweile ein Klassiker in den Programmen von Benjamin Tomkins ist das Märchen vom Froschkönig. Das Publikum kam aus dem Lachen nicht mehr heraus, als sich der rotzfreche Frosch beharrlich weigerte, die goldene Kugel der Prinzessin aus dem Brunnen zu holen. "Heute ist der Tag, um Konsequenzen zu lernen. Die Göre hat die Kugel reingeworfen, dann soll sie sie auch wieder rausholen", so das tierische Argument.

Da nutzte auch das gute Zureden des Bauchredners wenig. "Mein Brunnen, meine Regeln", so die Ansage.

(erko)
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