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Beim ersten Eisstockschießen in Rheinberg machen die Spontanen das Rennen

Eisstockschießen in Rheinberg : „Die Spontanen“ machen das Rennen

Die erste offizielle Stadtmeisterschaft im Eisstockschießen auf dem Gelände des Tennisclubs Grün-Weiß Rheinberg war ein voller Erfolg. Am Ende setzte sich im Finale ein Team durch, das sich auf den letzten Drücker angemeldet hatte.

Buntes Treiben auf dem Gelände des Tennisclubs (TC) Grün-Weiß Rheinberg. Statt gelber Filzbälle und weiß gekleideter Sportler standen Eisstöcke und in verschiedenen bunten Kostümen agierende Hobbymannschaften im Mittelpunkt des Geschehens, flankiert von einer lebenslustigen Karnevalsparty mit Tanz sowie kölscher und anderer Musik.

Der Anlass für die ungewöhnliche Kombination war die erste offizielle Stadtmeisterschaft im Eisstockschießen, die der Tennisclub Grün-Weiß Rheinberg auf seiner Anlage am Friedrich-Stender-Weg ausrichtete. Insgesamt 24 Teams mit je vier Spielern hatten sich als „Icewalker“, „Knastbruder“, „Footballer“ oder „Mexikanos“ kostümiert, um sich auf den beiden vom früheren NHL-Star und Eishockey-Vizeweltmeister Christian Ehrhoff übergebenen Eisstockbahnen dem Vergleich miteinander zu stellen. Unter anderem versuchten sich die Basketball-Herren des TuS 08 auf dem für sie doch recht ungewohnten Terrain. „Das ist für uns das erste Mal. Hier benötigt man mehr Kraft, beim Basketball mehr Technik“, beschrieb einer der Spieler sein den Unterschied.

Das Siegerteam „Die Spontanen“ mit (von links) Anja Christmann, Dirk Michels, Claudia Michels und Anya Teuwen. Ganz rechts: Günter Klaus Gollan von den Ice Docs. Foto: TC Grün-Weiß

Auch Bürgermeister Frank Tatzel war mit einer Stadtmannschaft namens „Steiß on Ice“ und dem Stadtwappen als Kostüm angetreten. „Ich habe für das Training extra den Dienst freigegeben“, gab er an. Und: „Wir warten entspannt ab, wer hinter uns Zweiter wird.“

Das Team „Schneeflöckchen Weißröckchen“ mit (v.l.) Ute Rohrbach, Anne Pöhlmann, Petra Schmidt und Christiane Hiermann in Aktion. Foto: Fischer, Armin (arfi )/Fischer, Armin ( arfi )

Man habe nach einer Gelegenheit gesucht, die Bahnen einweihen zu können, meinte der Vorsitzende des Tennisclubs Grün-Weiß, Andreas Rohrbach. „Der Winter ist eine tote Zeit für einen Tennisverein. So ist das für uns ein Highlight“, meinte Rohrbach, der mit einer eigenen „Eisbären“-Mannschaft in den Wettbewerb einstieg. Und da in diesem Jahr kein Karnevalsumzug in Rheinberg stattfand, habe sich die Verbindung zum Nelkensamstag angeboten, nachdem man den Teams vor dem Turnier noch die Gelegenheit zum Training – mit der Auslosung der acht jeweiligen Gruppen – gegeben hatte. Auch der Rheinberger Karnevalsprinz Matthias Plugge mit seinem Gefolge schaute vorbei, was den Turnierablauf ein bisschen nach hinten verschob, der Stimmung aber keinerlei Abbruch tat. Während auf dem Platz die Teams um Sieg oder Niederlage kämpften, feierten die restlichen Teams im Vereinsheim zur DJ-Musik die jecke Zeit.

„Das ist die totale Gaudi für uns“, fanden Silke Paßmann und ihre Teamkolleginnen, die als „4711-Flaschen“ antraten. Auch die charmant gekleideten Tennis-Damen von „Schneeflöckchen Weißröckchen“ machten mit. „Eine Bereicherung für alle“, nannte es TC-Schriftführerin Anne Pöhlmann. Ihr Team kam bis ins Finale, musste sich am Abend aber in einem packenden Kampf dem als Ersatz kurzfristig nachgemeldeten Quartett „Die Spontanen“ geschlagen geben – allerdings erst in der Verlängerung, da es nach den vier regulären Durchgängen sechs zu sechs nach Punkten stand. Zum Sieger-Team gehörten Anja Christmann, Dirk Michels, Claudia Michels und Anya Teuwen.