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Band Field's End aus Alpen sucht wegen Corona neuen Konzert-Termin

Rockmusik aus Alpen und Sonsbeck : Wohlfühl-Sound am Ende des Feldes

Die Cover-Band Field’s End mit Musikern aus Alpen und Sonsbeck hatte für ihr Konzert im Adlersaal in Menzelen-Ost alles angerichtet. Dann kam Corona und damit die Absage. Doch die Zwangspause bis zum Nachholtermin wird genutzt.

Eines Tages saßen fünf reifere Herren, allesamt vom Niederrhein und durch die Bank Freunde der Musik, im Wohnzimmer eines Kumpels und sannen darüber nach, wie sie denn die Band taufen sollten, zu der sie sich zusammengefunden hatten. Beim Blick aus dem Fenster schoss es ihnen durch Kopf wie bei einem zündenden Intro für ein neues Stück. Vor ihnen lag die nicht enden wollende Weite des Uedemer Bruches. „Field’s End“, kurz FE, brachte es auf den Punkt. Auf Englisch. Klar.

Daraus wurde die Hymne der Band. Die formuliert den Anspruch der „Oldies but Goodies“. Dort heißt es im Song „Come to the Field’s End“ in einer nur oberflächlich paradoxen Zeile „Close your eyes to see“ – schließe deine Augen, um zu sehen. Es geht den Musikern um Bilder im Kopf, die sie mit ihren Liedern zeichnen wollen, um Stimmungen. Um Wohlfühlen. Dafür hatten die fünf Jungs aus Alpen und Sonsbeck jetzt mit dem Adlersaal eine für sie „ideale Location“ klar gemacht, wie Bassist Jürgen Thöne, auf der Bönninghardt zu Hause, sagt. „Der Tonnensaal passt hervorragend zu dem Bild, das wir bei Konzerten gern auf unsere Bühne zaubern.“ Alte Lampen zum Beispiel sorgen dabei für Wohnzimmeratmosphäre, scheinen für Gemütlichkeit und Wohlgefühl

Dazu hatten die Musiker mit Adlersaal-Gastwirt Uli Devers ein Fingerfoof-Buffet vereinbart, das keine Wünsche offenlassen sollte. Der Termin für das Konzert voller Leckerbissen stand noch vor Aschermittwoch. Am Samstag, 25. April, sollte es in Menzelen-Ost über die Bühne gehen. Die Plakate hingen, der Vorverkauf war vielversprechend angelaufen.

Doch dann kam Corona. An Konzerte ist aktuell nicht zu denken. Auch Ende April vermutlich noch nicht. „Wir haben inzwischen abgesagt“, sagt Thöne. „Auch wenn’s bis dahin wieder erlaubt wäre“, so der Bassist. „Uns fehlt die Vorbereitung. Die Zeit wäre viel zu knapp.“ Und wenn Field’s End schon mal ein Heimspiel feiert, dann soll’s auch ein Kracher werden. Also wird’s erst mal nichts mit der Show. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. „Es wird auf jeden Fall einen neuen Termin geben“, verspricht der Bassist, „vermutlich im Spätherbst oder im Frühjahr.“

Verkaufte Karten behalten ihre Gültigkeit. „Es wäre natürlich schön, wenn viele sie behalten würden“, so Thöne, „aber selbstverständlich kann man die Tickets auch zurückgeben.“ Wer sie behält oder sich nach Bekanntgabe des neuen Termins eins kauft, kann sich auf einen stimmungs- wie genussvollen Abend voller Leckerbissen freuen.

Neben eigenen Stücken wie die Band-Hymne scheuen die Jungs auch vor Songs von Pop-Heroen wie U 2, Coldplay, Sting, Supertramp, Wolfgang Niedeckens BAP, Bon Jovi oder Linkin Park nicht zurück. Aber bis es so weit ist, stehen noch einige Proben-Marathons auf dem Pferdehof in Drüpt an, um den Originalen möglichst noch ein Stück näherzukommen. „Es darf auch mal ein Song der B-Seite sein“, so Thöne, mit 62 Jahren, der Älteste im munteren Quintett. „Da schlummern echte Fundstücke.“

Field’s End hat sich vor fünf Jahren auf den Weg gemacht. Anfangs waren’s drei Musiker, die sich kannten, Familie haben, handfesten Berufen nachgehen und in der Freizeit wieder ihrer alten Leidenschaft nachgehen wollten – handgemachte Musik, unplugged und unverfälscht. Doch Keyboarder Markus Borowski griff am Konzertflügel so heftig in die Tasten, dass die Gitarren und der Gesang von Jörg Herforth und Michael Foitlinski unter den Klangteppich gefegt wurden.

Das Ende der rein akustischen Gründungsphase kam schnell. „Auch wenn wir im Herzen eine Akustik-Band geblieben sind“, heißt es im Band-Flyer. Es kamen Verstärker und Verstärkung: Jürgen Thöne steuert die tiefen Basstöne bei und Stefan Elser trommelt, was das Zeug hält – endlos, so weit wie der Blick reicht in der Tiefebene des Uedemer Bruchs.

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