Rheinberg: Ausblick 2013: sparen und investieren

Rheinberg : Ausblick 2013: sparen und investieren

Rheinbergs Bürgermeister Hans-Theo Mennicken will ein Haushaltssicherungskonzept vermeiden, sein Alpener Amtskollege Thomas Ahls befasst sich in seinem Grußwort mit dem geplanten Bau des Ärztehauses.

Alpens Bürgermeister Thomas Ahls bezieht sich in seinem Grußwort zum neuen Jahr auf das geplante Ärztehaus auf dem früheren Scholten-Areal, bei dem Geduld und Weitsicht gefragt seien. "Die Diskussion der letzten Monate hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, die Alpener Bürgerinnen und Bürger bei wichtigen Entscheidungen einzubeziehen, wie wir es ja auch schon beim Rathausprojekt erfolgreich getan haben", so Ahls.

Für einen Ort wie Alpen sei es äußerst wichtig, lebensnotwendige Infrastruktur im Ortskern zu zentralisieren, auch Ärzte.

Unternähme man den Versuch, die in unterschiedlicher Form an den Bürgermeister herangetragenen Wünsche zusammenzufassen und in ein gemeinsames Ergebnis einmünden zu lassen, so sei dies fast unmöglich. Ahls: "Es soll ein Gebäude entstehen, das ansprechend ist, zu Alpen passt und das mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit später jungen, engagierten Ärzten eine Heimat bietet. Gleichzeitig soll es ein Café beherbergen. Dabei soll eine Freifläche zwischen dem Rathaus und dem neuen Gebäude entstehen, die uns allen zum Aufenthalt in unserer Freizeit dienen soll, mit Gastronomie, Biergarten und was man sich sonst noch vorstellen kann. Der Offenlegung der Ley kommt eine besondere Rolle zu."

Das entspreche auch seinen Wunschvorstellungen, schreibt der Alpener Verwaltungschef, "doch dazu müssen wir Lösungen anbieten, wo dann die erforderlichen Parkmöglichkeiten entstehen können. " Ob sich dann tatsächlich Ärzte in dem neuen Gebäude ansiedeln, bleibe spannend, so Ahls.

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Das Top-Thema im Grußwort von Rheinbergs Bürgermeister Hans-Theo Mennicken liegt auf der Hand: die schwierige Haushaltslage — die Tatsache, dass Rheinberg trotz Steuereinnahmen in noch nie erreichter Höhe Probleme mit dem Ausgleich des Haushalts hat. Trotzdem bleibe es dabei, dass bei den Gebühren für Abfall oder Abwasser die Beiträge in etwa gehalten, teilweise sogar gesenkt werden könnten. Insgesamt werden Rat und Verwaltung bemüht sein, für 2013 einen Etat zu entwickeln, der ein Haushaltssicherungskonzept möglichst vermeidet. Dies erfordere allerdings auch, dass "wir das hohe Niveau, welches die Stadt Rheinberg zum Beispiel in ihren Infrastrukturen hält, nicht noch weiter ausbauen können, sondern gegebenenfalls Standards einfrieren oder auch moderat zurück fahren müssen. Nur so werden wir über ein freiwilliges Haushaltssicherungskonzept mittelfristig wieder den Ausgleich dauerhaft sicherstellen können", erläutert Mennicken.

Trotz dieser engen Haushaltssituation habe die Stadt Rheinberg in allen Bereichen der Daseinsvorsorge und Stadtentwicklung in diesem Jahr wesentliche Projekte umgesetzt. Rheinbergs Bürgermeister Mennicken unterstreicht, zum Jahreswechsel sei es ihm ein Anliegen, Danke zu sagen — bei den vielen Vereinen, Verbänden und Organisationen aus Rheinberg und Ehrenamtlern, die sich für das Wohl de hier lebenden Menschen immer wieder einsetzen.

(RP/ac)
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