Rheinberg: Aus anderer Perspektive betrachtet

Rheinberg: Aus anderer Perspektive betrachtet

Arbeitsgemeinschaft Fotografie der Volkshochschule stellt im Foyer des Rheinberger Stadthauses aus.

Manchmal lohnt es sich, die Dinge einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. "So habe ich das noch nie gesehen" heißt die diesjährige Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft Fotografie der VHS Alpen-Rheinberg-Sonsbeck-Xanten im Foyer des Stadthauses. "Sowohl der menschliche als auch der fotografische Blick ist nicht objektiv", sagte VHS-Leiter Dr. Jens Korfkamp bei der Ausstellungseröffnung.

Das Spiel mit der Perspektive und überraschenden Ansichten zeichnet die 33 gezeigten Fotografien von 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus. "Jeder in unserer Gemeinschaft hat eine andere Sichtweise", so Norbert Reimann, der Leiter der Foto-AG. Der Ausstellungstitel sei bewusst weit gefasst, um die unterschiedlichen Vorstellungen und Arbeitsweisen unter ein Dach zu bekommen. "Oft sind gerade die Kleinigkeiten und unscheinbaren Dinge, an denen man sonst vorbeigehen würde, interessant", sagte Reimann.

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In der Ausstellung sei der außergewöhnliche Blick auf das Alltägliche gefragt. Dabei dürfe an mancher Stelle auch geschmunzelt werden. Zu den humorvollen Arbeiten gehören zum Beispiel Andreas Hendrix' "Erleuchtetes Sieb", der "Langhaarige Flossenfisch" von Brita Söltzer, der das Loreley-Motiv der Schönen auf dem Felsen aufgreift, oder Norbert Reimanns "Schlosserfrühstück". Wolfgang Fischöder zeigt ungewohnte Ansichten vom Stadthaus-Foyer, das zu einem eigenen kleinen "Planeten" mutiert. Wie eine außerirdische Lebensform wirken auch die von Ilse Schlosser ins Bild gesetzten Mohnblumenkapseln. Die Rheinbergerin ist gelernte Fotografien und seit 2005 Mitglied der Gruppe. Genau im richtigen Moment drückte sie auf den Auslöser, um die Spiegelung des Büsumer Leuchtturms im Watt festzuhalten. "Man muss wissen, wo man hin will, dann hat man beim Fotografieren unheimlich viele Möglichkeiten", so Schlosser.

Ganz neu zur Gruppe dazu gestoßen sind Petra und Helmut Klein. "Ich experimentiere viel bei der Bildbearbeitung, mein Mann mehr mit der Kamera", berichtete Petra Klein. Die Moerserin hat unter anderem die unwirkliche Atmosphäre in Christos Installation "Big Air Package" im Gasometer Oberhausen im Bild festgehalten. Auch Alltagsgegenstände wie der Boden einer PET-Flasche oder ungewohnte Architekturansichten bieten spannende Perspektiven in der Ausstellung, die noch bis zum 26. September zu den gewohnten Öffnungszeiten im Stadthaus zu sehen ist.

(krsa)