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Aufmerksame Apothekenhelferin in Alpen: Polizei nimmt zwei Männer fest

Kriminalität in Alpen : Duo fliegt auf: Rezept so falsch wie der Führerschein

Eine Apothekenhelferin schöpft Verdacht: Die Polizei nimmt zwei Männer fest. Das Rezept war gefälscht wie auch der österreichische Führerschein.

Ein unechter Führerschein, ein gefälschtes Rezept für Medikamente und eine Fahrt unter Drogen- und Alkoholeinfluss – wegen einer ganzen Palette an Gesetzesverstößen haben Polizisten am Dienstag zwei Männer in Alpen vorläufig festgenommen.

Wie ein Sprecher der Polizei am Mittwochmorgen mitgeteilt hat, wollte einer der beiden, ein 47-jähriger Mann, in der Adler-Apotheke an der Burgstraße ein gefälschtes Rezept einlösen. Doch eine Mitarbeiterin schöpfte Verdacht, ihr kam das Ganze arg merkwürdig vor. Da das Medikament nicht vorrätig war und bestellt werden musste, blieb ausreichend Zeit zu recherchieren.

Das Rezept, ausgestellt auf einem weißen Blatt Papier von einem Arzt aus Herne, war auf einen in der Apotheke bekannten Wachkoma-Patienten ausgestellt. Das Geburtsdatum war offenkundig falsch, und das Medikament würde kaum einem Wachkoma-Patienten verschrieben, hätten die Apotheker herausgefunden, so eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. Es handele sich um Ersatzstoffe für Drogenabhängige. Das Team in der Apotheke schaltete daraufhin die Polizei ein.

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Beamte in Zivil nahmen den gebürtigen Weseler in Empfang, als er den Stoff abholen wollte. Bei der Fahndung nach möglichen Komplizen fiel den Beamten ein 44-jähriger Mann aus Sonsbeck auf, der am Straßenrand mitten im Ort eine Flasche Bier trank. Er erzählte den Polizisten bereitwillig, dass er mit seinem Auto einen Bekannten zur Adler-Apotheke gefahren habe. Die Polizisten veranlassten einen Drogentest. Dabei stellte sich dann heraus, dass der Mann neben Alkohol auch Drogen konsumiert hatte. Und die Polizei fand heraus, dass sein angeblicher Führerschein aus Österreich ganz offensichtlich aus einer Fälscherwerkstatt stammte. Den der Polizei bekannten 47-Jährigen, der keinen festen Wohnsitz hat, und den 44-jährigen Sonsbecker erwarte nun ein Strafverfahren, so der Polizeisprecher. Unterdessen laufen die polizeilichen Ermittlungen weiter. Die Ermittler gehen nach Informationen der Redaktion Spuren nach, die darauf hindeuten, dass das falsche Rezept nicht das einzige war, das die beiden Männer in Umlauf gebracht haben.