Auch Rheinberg kämpft für Erhalt des nächtlichen Notarztes am Standort

Notarztversorgung : Resolution für den Erhalt des Notarztstandortes

Die Politik stimmt über eine Resolution an den Kreis Wesel ab. Sie fürchtet eine Verschlechterung der Versorgung.

Der Haupt- und Finanzausschuss stimmt am Mittwoch über eine Resolution ab, die die Abkehr von geplanten Änderungen beim Rettungsdienst im Kreis Wesel verlangt. Kernforderung ist der Erhalt des nächtlichen Notarztstandortes im DRK-Zentrum am Melkweg.

Wie mehrfach berichtet, gibt es Planspiele, den Notarzt in der Nacht in Alpen zu stationieren. Dadurch befürchten die politischen Vertreter im Stadthaus eine „wesentliche Verschlechterung der notärztlichen Versorgung der Stadt“. Um sich dagegen zu wehren, hat sich eine All-Parteien-Fraktion zusammengefunden. So darf man davon ausgehen, dass die von der Verwaltung vorgelegte Resolution das Gremium einstimmig passiert.

Der Kreis Wesel will am Montag, 24. Juni, um 19 Uhr im Kreishaus den Entwurf des neuen Rettungsdienstbedarfsplans öffentlich vorstellen. Wie inzwischen bekannt ist, soll zumindest der Notarztstandort Xanten vorläufig unangetastet bleiben und in einem Jahr noch mal genau betrachtet werden, ehe hier eine langfristige Entscheidung fällt. Ob das auch für den Standort Rheinberg gilt, ist bislang offen. Im Stadthaus geht man davon aus, dass der noch in Rheinberg stationierte Notarzt künftig seinen nächtlichen Dienst von Alpen aus verrichten soll.

Das, so die Überzeugung der Rheinberger Verwaltung, ergebe aber nur dann Sinn, wenn der Kreis auf Sicht weiter die Absicht verfolgt, auch den Standort Xanten aufzugeben und nach Alpen zu verlegen. Andernfalls wäre der Abzug von Rheinberg „überflüssig“ und würde „logistischen Mehraufwand“ bedeuten. Der Standort Melkweg, der rund 100 Quadratkilometer abdecke, so die Überzeugung im Stadthaus sei „optimal“. Alpen würde die Eintreffzeiten keineswegs verkürzen. Das Gegenteil sei der Fall. In Rheinberg spricht man von einer drohenden, „nicht akzeptablen Unterversorung“ der Bevölkerung.

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