Alpen: Auch in Alpen sinken die Abfallgebühren

Alpen: Auch in Alpen sinken die Abfallgebühren

Abgaben für Abwasser steigen dagegen leicht an. Kleinkläranlagen 2018 werden deutlich günstiger.

Die Bürger müssen keine signifikanten Ausschläge auf der Gebührenskala fürchten. Beim Abfall geht's runter, beim Abwasser rauf. Der Haupt- und Finanzausschuss legte den Preis für Abfall pro Person im Haushalt (Einwohnergleichwert) auf 119,88 Euro fest. Damit sinkt die Müllgebühr gegenüber dem laufenden Jahr um 4,68 Euro. Ein Grund ist die Entscheidung des Kreistages, die Rücklage fürs Abfallentsorgungszentrum abzuschmelzen. Auf Antrag kann der Alpener das Volumen der Restmülltonne um 40 Liter reduzieren und so die Gebühr für eine Person erlassen bekommen. Davon machen die allermeisten Haushalte Gebrauch. 2372 Haushalte haben eine 80-Liter-Mülltonne, 1133 zahlen für ein Gefäß, das 120 Liter fasst. Immerhin 694 Wohneinheiten kommen mit einer 40-Liter-Tonne klar. Wer auf seinem Grundstück kompostiert, kann zusätzlich 31 Euro sparen.

Für die Entsorgung des Abwassers über den öffentlichen Kanal steigt die Gebühr im nächsten Jahr um 22 Cent auf 3,89 Euro je Kubikmeter. Grundlage der Berechnung ist die abgenommene, auf dem Zähler ablesbare Frischwassermenge. Die Gebühr für Regenwasser steigt um drei auf 98 Cent an, die für jeden Quadratemeter des Grundstücks berechnet werden. Größter Posten in der Kalkulation ist die Umlage an die Lineg, die für die Abwasserentsorgung zuständig ist. Die Umlage steigt für Alpen fürs nächste Jahr leicht auf 1,75 Millionen Euro. Bedingt sind die recht hohen Kosten durch weite Wege zu den Klärwerken in Wesel und Rheinberg. Bürgermeister Thomas Ahls wies in der Sitzung darauf hin, dass er "nicht gerade traurig" darüber sei, kein eigenes Klärwerk in der Gemeinde betreiben zu müssen. Die Umwelt-Standards seien extrem hoch und sie einzuhalten entsprechend teuer.

  • Straelen : Straelen: Teurere Entsorgung von Kleinkläranlagen

Durch eine Rückzahlung von der Lineg können die Gebühren für Abwässer aus abflusslosen Gruben um 33 Cent auf 6,02 Euro gesenkt werden. Bei den Kleinkläranlagen fällt der Preis sogar von 7,84 Euro auf 5,30 Euro je abgefahrenem Kubikmeter.

(bp)