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Rheinberg: Auch ein Theater-Quartier

Rheinberg : Auch ein Theater-Quartier

Im "Haus der Generationen" am Annaberg öffnet jeden Sonntag das "Café Böhnchen". Einmal im Monat soll es einen besonderen Termin geben – so wie jetzt die Aufführung des "Ratzeputz-Theaters".

Im "Haus der Generationen" am Annaberg öffnet jeden Sonntag das "Café Böhnchen". Einmal im Monat soll es einen besonderen Termin geben — so wie jetzt die Aufführung des "Ratzeputz-Theaters".

Verführerischer Kaffeeduft und eine leckere Kuchenauswahl locken immer am Sonntag ins Café Böhnchen, das im Haus der Generationen, dem ehemaligen Gemeindezentrum Grote Gert, untergebracht ist. "Wir kommen wegen der Gesellschaft her", meinen Brigitte Welke, Ursula Weßels und Irene Sturm aus einem Munde. Gemeinsam statt sonntags einsam, so das Motto der munteren Damenrunde, die sich jede Menge zu erzählen hat.

Rund 20 Kaffeegäste

Bei vorsichtiger Planung rechnete das ehrenamtliche Team vom Café Böhnchen mit rund 20 Kaffeegästen. "Meist sind wir um 40 Personen", erzählt die Quartiermanagerin Anke Sczesny. Gegen 17 Uhr gehen die letzten Gäste. Aber nicht nur den sonntäglichen Plausch will das Team vom Café Böhnchen den Bewohnern im Quartier Annaberg anbieten, sondern setzt auf Bildung, Unterhaltung und Information.

Den Anfang machte jetzt das Rheinberger Laientheater Ratzeputz, das im Saal spielte. "Wir werden improvisieren. Auf einer solch kleinen Bühne haben wir noch nie gespielt. Wir werden einfach mitten ins Publikum gehen", meinte Wolfgang Schäfer vom Ratzeputz. "Als sich uns die Gelegenheit für ein ,Heimspiel' bot, haben wir sofort zugesagt."

Wer wagt, gewinnt bekanntlich. Das Theater kommt dorthin, wo die Menschen leben. So auch in diesem Fall, denn die Stuhlreihen bei "Mord auf der Gemsenalm" waren gut gefüllt.

Pro Monat ein besonderer Termin

Anke Szesny sieht sich durch das Besucherinteresse in den Planungen bestätigt "Wir bieten pro Monat einen besonderen Termin. Den Anfang machte das Laienspieltheater Ratzeputz". Auf Wunsch der Besucher wird es Vorträge auch zu Gesundheitsthemen geben. Bereits im letzten Jahr kamen bei gutem Wetter auswärtige Gäste. Sczesny: "Für Radfahrer sind wir ein Etappenziel." Sie zieht eine positive Bilanz, das Projekt nimmt an Fahrt auf. Die Vernetzung klappt.

Unterstützt wird die Arbeit von einem ehrenamtlichen Team, in das sich jeder nach Fähigkeiten und Zeit einbringen kann. Die Generation 55plus hat auf dem Annaberg eine neue Heimat in der Freizeit gefunden. Gute Besucherzahlen meldet auch der Treff am Dienstag, den unterschiedliche Generationen von Kleinkindern, über Eltern und Großeltern nutzen. Die Bobby-Cars parken dann im Saal. "Nur keine Hemmungen", meint Anke Sczesny. "Junge Leute sind gerne gesehen."

(sabi)