Rheinberg Anlieger ärgern sich über zu schnelle Lkw

Rheinberg · Kritik am Verkehr ins Neubaugebiet an der Moerser Straße. Stadt zerstreut Sorgen wegen "stinkenden Bodens" – es war Kompost.

 An verschiedenen Stellen im Neubaugebiet sind Komposthaufen aufgeschüttet worden. Anlieger kritisieren die Belastung durch die Anlieferung.

An verschiedenen Stellen im Neubaugebiet sind Komposthaufen aufgeschüttet worden. Anlieger kritisieren die Belastung durch die Anlieferung.

Foto: Fischer

Kritik am Verkehr ins Neubaugebiet an der Moerser Straße. Stadt zerstreut Sorgen wegen "stinkenden Bodens" — es war Kompost.

Das ging den Anliegern der Straße "Am Park" am Ende doch sehr deutlich über die Hutschnur: Der große blaue Lkw mit Anhänger und ein Treckergespann, das im wahrsten Sinne des Wortes bergeweise Boden an ihren Häusern vorbei ins Neubaugebiet an der Moerser Straße brachten, tragen ihre Nerven empfindlich.

Und das gleich aus doppeltem Grunde: Zum einen fragten sich die Nachbarn, was mit der Erde wohl geschehen solle — "die stinkt doch ekelig", sagte eine Anliegerin im Gespräch mit der Rheinischen Post. Noch mehr stieß das Tempo auf, in dem die Lastwagen und Trecker durch ihre Wohnstraße (Tempo 30-Zone) bretterten. So, wie übrigens trotz Geschwindigkeitsbegrenzung über die Moerser Straße.

Das erlebten sie nicht zum ersten Mal, betonen die Nachbarn: Ähnliches hätten sie schon mit Baustellenfahrzeugen erlebt. Und das alles sei nicht folgenlos geblieben: "Das Straßenpflaster ist teilweise schon deutlich eingedrückt. Es bilden sich Pfützen. Und durch die Transporte gibt es jede Menge Schmutz."

"Wir haben uns bei der Stadt beschwert. Aber da hat man uns gesagt, das die Belästigungen ja aufhören würden, wenn die Bauvorhaben abgeschlossen sind", berichtet eine der Betroffenen. Das sei aber doch wohl eher als Witz zu verstehen: "Wer kann denn bei lauter einzelnen Baustellen sagen, wann alles fertig ist?" Immerhin einen Erfolg habe es gegeben: "Nach unserer Beschwerde über den Dreck ist einen Tag später eine Kehrmaschine über unsere Straße gefahren."

Was Sorgen wegen des angelieferten Bodens angeht, gab Dezernent Dieter Paus auf Anfrage der Rheinischen Post Entwarnung: "Das ist Kompost." Der werde beispielsweise im Bereich des ehemaligen Vereinsheims der Schäferhundefreunde verteilt. Aber auch in anderen Bereichen entlang des Weges zum Rheinberger Stadtpark. Dort, wo Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen für das neue Baugebiet vorgesehen wurden und wo in Kürze Anpflanzungen vorgenommen werden. Da die Anlieferung des Komposts mittlerweile beendet sei, dürfe es keine Belastungen durch zu schnelles Fahren mehr geben.

Der Weg über die Straße "Am Park" sei leider die einzige Strecke gewesen, um den Kompost an Ort und Stelle zu bringen. Falls es zu Schäden am Straßenpflaster gekommen sei, werde man das Unternehmen darauf ansprechen und für eine Regulierung sorgen. Wenn ansonsten Baustellenfahrzeuge auf der Straße "Am Park" unterwegs gewesen seien, dürfe es sich um Einzelfälle handeln, in denen sich die Fahrer verfahren hätten. Die Zufahrt ins Baugebiet laufe auf anderen Wegen.

(RP)