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Rheinberg: "Amischlitten" beeindrucken Ossenberg

Rheinberg : "Amischlitten" beeindrucken Ossenberg

Das war eine gelunegen Premiere: Zum ersten Mal hatten Elly Brandler und die US-Freunde Niederrhein zum "US Car Meeting am Pepperpot" eingeladen. Über 100 Chevys, Cadillacs, Buicks und Fords waren dabei.

Kaum jemand, der nicht staunend auf der Straße stehen blieb, als sie in Ossenberg ankamen. Mit dem unverwechselbaren "Vroomm" ihrer V 8-Motoren, mit ihrer gewaltigen Größe und imposanten Erscheinung, die Kraft geradezu herauszuschreien scheint, durchquerten sie die Straßen der sonst so beschaulichen Ortschaft. Ihr Ziel: Das "1. US Car Meeting am Pepperpot" in Ossenberg. Rund 100 Chevys, Cadillacs, Buicks und Fords kamen auf der Schützenwiese zusammen.

Ein voller Erfolg für die Initiatoren des Treffens für alte Ami-Schlitten, Elly Brandler und die US-Freunde Niederrhein. Von 50 bis 100 Wagen sind die Organisatoren noch bei ihrer Planung ausgegangen. Kurz nach Beginn des Treffens war die 100er-Marke aber bereits geknackt. In Reih und Glied aufgestellt, zeigten sich die alten Amischlitten von ihrer schönsten Seite. Teils in Originalbauweise belassen, teils aufwendig aufgemotzt, aber stets mit viel Liebe gepflegt, präsentierten die Besitzer ihre Wagen. Viele haben sich mit ihrem Wagen einen Traum erfüllt. So wie Martin Kurzer mit seinem beigen Plymouth von 1967. Seit zwei Jahren hat der Ossenberger diesen Wagen, seitdem pflegt er ihn mit Leidenschaft. Was ihn an den alten Schlitten begeistert? "Soll ich den Motor mal anmachen?", sagt er. Doch nicht nur der einzigartige Sound des V8 Motors begeistert Kurzer. Bauart, Größe, Design und eben, dass nicht jeder so einen Wagen fährt, macht den Plymouth für den Autofan zu etwas Besonderen. Auch Witold Jagiela fährt einen Plymouth, genauer einen Plymouth Roadrunner von 1968. Auch er hat sich mit dem Wagen einen Traum erfüllt. Viel mehr noch: Der Rheinberger lebt für diesen Wagen, für dieses Hobby, wie er selbst sagt. Für Jagiela geht es fast jedes Wochenende zu einem Amischlitten-Treffen, sogar knapp 600 Kilometer Anfahrt nahm er bereits in Kauf. "Der Zusammenhalt unter den Leuten ist großartig. Alle haben die gleiche Leidenschaft, alle helfen sich gegenseitig. Mit den Jahren sind durch die Treffen viele enge Freundschaften entstanden", erklärt er. Etwa zu Ingo Schmitz. Der Krefelder hat seit fünf Jahren einen Dodge Ram und das, wie er sagt, an noch keinem Tag bereut. "Das ist ein Auto, das immer läuft. Die Technik ist simpel, es ist leicht zu warten und wenn man sich ein bisschen mit Schraubereien auskennt, braucht man es so gut wie gar nicht in die Werkstatt bringen", bemerkt er. Die Schraubereien gehören für die beiden Freunde zum Wagen ohnehin dazu. "Das macht dieses Hobby mit aus", erklärt Schmitz. "Das ist ja das Gute. Man kann an den Autos so gut wie alles selber machen", ergänzt Jagiela. Das nötige Know-how haben sich die Autofans selbst angeeignet. "Und wenn man etwas nicht weiß, fragt man einfach bei den Treffen nach", so der Rheinberger.

(beaw)