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Alpens Narren sagen wegen Corona alle drei Karnevalszüge ab

Karneval und Corona in Alpen : Auch Alpens Narren sagen alle drei Züge in der Gemeinde ab

Sie haben alle gehofft, doch nun gab’s ein Einsehen: Corona lässt Straßenkarneval nicht zu. Alpens Narren sagen Züge in Alpen, Veen und Menzelen ab.

Jetzt ist es auch in der Gemeinde Alpen amtlich und traurige Gewissheit, was schon viele Freunde des Karnevals in der Region längst befürchtet haben: Die drei weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten Züge in Menzelen, Alpen und Veen müssen aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Das hat am Donnerstag Peter Schweden, Schriftführer des Elferrates der Veenze Kräje, für alle drei Veranstalter der närrischen Züge mitgeteilt.

Die Gemeinde Alpen hatte Vertreter der Karnevalsgemeinschaft (KVG) Hand in Hand Menzelen, den Elferrat der Veenze Kräje und den Verein zur Förderung des Alpener Kinderkarnevals (AKK) zu einem informellen Austausch ins Rathaus eingeladen. Man wollte sich beim Treffen „einfach mal ein Bild von der Stimmungslage und dem Stand der einzelnen Planungen machen“, berichtete Schweden. Alle drei Vereine seien sich allerdings sehr schnell einig gewesen, dass ein Festhalten an den Zügen aus verschiedenen Gründen in Zeiten der eskalierenden Pandemie nicht verantwortbar und daher nicht möglich sei.

„Natürlich treffen wir diese gemeinsame Entscheidung schweren Herzens. Aber sie ist im Sinne der Gesundheit aller Besucher und Teilnehmer die einzige vernünftige und richtige“, sagte Menzelens KVG-Präsident Kai-Kevin Krupper. „Wir wollen nicht noch länger abwarten, um auch unseren treuen Wagenbaugruppen und Zugteilnehmern Planungssicherheit zu geben.“ Es solle vermieden werden, dass Narren-Gruppen beginnen, einen Wagen zu bauen, Wurfmaterial bestellen und dadurch unnötige Kosten entstehen würden, so Thomas Holtwick, Präsident des Elferrats de Veenze Kräje.

 Planung und Organisation nach den derzeit geltenden Anforderungen zum Infektionsschutz ließen sich durch ehrenamtlich handelnde Vereine nur schwer umsetzen und finanzieren. Die Verantwortung für Veranstaltungen in diesen Größenordnungen zu übernehmen, sei nicht realistisch, so Holger Kuhnen vom AKK Alpen.

Daher sei die Entscheidung an diesem Abend im Rathaus schnell, gemeinsam und ohne Druck der Behörden getroffen worden.