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Alpens CDU gegen Atommüll-Endlager: Kreis Wesel habe genug Opfer gebracht

Kommunalpolitik in Alpen : CDU Alpen positioniert sich gegen Atommüll-Lager

Das Führungstrio der Partei sieht den Niederrhein durch Kies-, Salz- und Kohleabbau und die Folgen bereits genug belastet. Die Union kündigt Widerstand gegen Atommüll-Pläne an.

Der CDU-Gemeindeverband Alpen lehnt jegliche Überlegungen zu einem Atommüll-Endlager im Kreis Wesel ab. Denn der habe durch Kiesabgrabung und Salzbergbau und deren langfristige Folgen seine gesellschaftliche Aufgabe über Gebühr erfüllt.

 „Es ist durchaus zu begrüßen, dass die Auswahl der potenziell geeigneten Lagerstätten zunächst ausschließlich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert und nicht wie in Gorleben weitgehend durch politische Einflüsse maßgeblich bestimmt wird“, so Parteichef Sascha van Beek. Das sei allerdings für den Kreis Wesel „nur die halbe Wahrheit“, ergänzt der designierte Vorsitzende der neuen CDU-Fraktion im Rat, Sascha Buchholz. Er räumt ein, dass „wir in Deutschland all den Atommüll zu verantworten haben“ und der letztlich „irgendwo gelagert werden“ müsse. Daher sei eine rein wissenschaftliche Betrachtung, unabhängig von politischen Aspekten, im Grundsatz richtig, so Buchholz. Es dürfe bei der Suche nach einem geeigneten Endlager auch kein Wettkampf entstehen.

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Aber: Mit Bürgermeister Thomas Ahls sind sich van Beek und der künftig Fraktionsvize einig, dass bei der Standortauswahl „unbedingt darauf zu achten ist, dass unsere Region bereits durch andere Beiträge für den Wohlstand und Aufschwung in Deutschland jetzt und in der Vergangenheit gebeutelt ist“. Daher könnten Mensch und die Umwelt im Kreis Wesel, in dem seit Jahren Salz, Kies, Sand und früher auch Steinkohle abgebaut wurde und noch wird, nicht zusätzlich durch ein Atommüll-Endlager belastet werden.

Auch wenn Salzstollen aus geologischer Sicht vielleicht geeignete Lagerflächen seien: Bei der Rohstoffversorgung der Republik leiste der Niederrhein seinen Beitrag zur Genüge. „Beim Thema Endlager sind jetzt mal andere an der Reihe“, so das Führungstrio der CDU in Alpen. Dafür werde sich die CDU starkmachen.

(bp)