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Alpen: Alpener Totenhalle: Sanierung oder Abriss

Alpen : Alpener Totenhalle: Sanierung oder Abriss

Für die Totenhalle am Friedhof in Alpen dauert's wohl nicht mehr ewig, dann hat das letzte Stündlein geschlagen. Die Überlegungen im Rathaus gehen jedenfalls dahin, daraus machte Fachbereichstleiter Walter Adamas beim Ortstermin mit dem Bauausschuss keinen Hehl, das gut 40 Jahre Gebäude komplett abzureißen und durch eine zeitgemäße Halle zu ersetzen. Den Politikern wurde bei der Besichtigung anschaulich vorgeführt, dass hier kaum noch was zu machen ist und eine Sanierung den vertretbaren Rahmen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sprengen würde.

Dabei war das Wetter beim Ortstermin sommerlich. Bei Regen, so wurde bereits mehrfach berichtet, offenbart das Trauerhaus das ganze Ausmaß seines traurigen Zustandes. Da tropft es gar bei Beerdigungen bisweilen durchs marode Dach. Und auch die Abwasseranlage, sofern es denn eine solche gibt, ist augenscheinlich in einem ziemlich erbarmungswürdigen Zustand, wie Walter Adams mit Hinweis auf die markanten Unebenheiten im Betonsteinpflaster auf dem Vorplatz deutlich machte.

Der Zugang zur Gebäudetechnik ist abenteuerlich. Der Zugang findet sich, wie im Krimi, in einem Schrank unter einer hölzernen Platte. Ein paar Steigeisen erfordern schon erhebliche Beweglichkeit um in die muffig riechende Tiefe zu gelangen. Auch der Sanitärtrakt für die Friedhofsbeschäftigten atmet Modrigkeit aus, ist offenbar schon lange nicht mehr benutzt worden.

Die Energiebilanz der Leichenhalle, so Adams, sei nicht nur duch die Einfachverglasung der zwischenzeitlich mal gestrichenen, nun hell gekachelten Kühlzellen, absolut nicht mehr zeitgemäß. Die Kühlaggregate selbst aber noch nicht ganz so alt.

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Die Verwaltung will nun die Kosten der notwendigen Maßnahmen zusammenstellen und Alternativen darstellen. Dann muss die Politik - vielleicht schon im Zuge der kommenden Haushaltsberatungen entscheiden, was wann und in welchem Umfang mit der Trauerhalle geschehen soll.

Alpens Behinderbeauftragter Karl-Heinz Kohl hat angeregt, den Besuchern des Friedhofes einen Hinweis zu geben, dass sie die neue WC-Anlage im Eingangsbereich der nahen Grundschule, sobald diese fertiggestellt ist, mitbenutzen dürfen.

(RP)