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Alpener Bauverwaltung: Pläne für Edeka in Menzelen vor der letzten Hürde

Einzelhandel in Alpen : Menzelen kommt Edeka planerisch einen Schritt näher

Menzelen wartet schon lange auf den Baubeginn für Edeka an der Xanenter Straße. Jetzt könnte zumindest planerisch der Weg bald frei sein.

Das politische Leben ruht noch nach der langen Aufgeregtheit in der Wahlkampfzeit. Die Würfel sind gefallen, die Fraktionen formieren sich, ehe der neue Rat am Freitag, 6. November, 18 Uhr, zu seiner konstituierenden Sitzung zusammentritt und seine Arbeit für die kommenden fünf Jahre aufnimmt. Unterdessen geht die Verwaltungsarbeit im Rathaus unvermindert weiter. Vor allem zähe interbehördliche Planungsangelegheiten fordern das Bauamt. Doch es zeichnet sich Bewegung ab. Es geht an verschiedenen Stellen der Gemeinde Schritt für Schritt voran. Vor allem in Menzelen.

Hier haben die Wahlkämpfer aller Parteien im Sommer den nicht verstummen wollenden Ruf nach dem Edeka-Markt vernommen, den Kaufmann Thomas Luft an der Ecke Xantener Straße (B 57)/Neue Straße errichten möchte. Das aufwändige Planverfahren für den Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern zieht sich seit Jahren. Der längst erwartete Durchbruch musste immer wieder verschoben werden. Jetzt aber, so berichtet Volker Schlicht, Planer im Rathaus, sehe er Licht am Ende des Tunnels. Endlich.

Die Pläne liegen offen. Bis in den Dezember hinein ist der Vortrag von Anregungen und Bedenken möglich. Dann wird die Plan-Akte geschlossen. „Theoretisch“, so Schlicht mit aller Vorsicht, „könnte der Bauantrag gestellt werden.“ Parallel läuft das Planänderungsverfahren weiter, bis der Rat Anfang kommenden Jahres die Eingaben bewertet und den Satzungsbeschluss fasst. Bei einem Termin für den Spatenstich wagt aber niemand eine Prognose. Doch es könnte, so hat’s derzeit jedenfalls den Anschein, in 2021 was werden.

Auch an anderer Stelle in Menzelen tut sich was. Das Planänderungsverfahren für den Bereich Alte Poststraße nähere sich dem „frühzeitigen Beteiligung“, berichtet Volker Schlicht. Hier plant bekanntlich die Kirchengemeinde St. Ulrich ein spannendes Generationen-Projekt. Sie möchte einen neuen Kindergarten in Kombination mit einer Tagespflege bauen. Die notwendigen Unterlagen, so Schlicht, stelle er gerade zusammen, so dass das Verfahren möglichst noch in diesem Jahr auf den Weg kommen könne. Er hoffe, dass auch hier 2021 was geht.

Überhaupt sei in Menzelen viel Dynamik auszumachen. Der Ort soll in Abstimmung mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) formeller Siedlungsschwerpunkt werden. Das eröffnet Möglichkeiten zur dörflichen Entwicklung. Angestrebt ist, hier baulich nicht nur Lücken zu schließen, sondern ein neues Baugebiet auszuweisen. Die Zentrale Alpen hat ihre Grenze erreicht.