Alpen: Zur Ansiedlung von Edeka in Menzelen fällt eine weitere Hürde

Einzelhandel : Jetzt kann nur noch Limes bremsen

Bürgermeister Thomas Ahls rechnet noch in diesem Jahr mit Baubeginn für Edeka in Menzelen.

Die Ungeduld ist groß, aber Edeka kommt nach Menzelen an die Xantener Straße (B 57). Da ist sich Bürgermeister Thomas Ahls ganz sicher. Seine Zuversicht begründete er beim traditionellen Treffen mit der Senioren Union. Dort skizziert und erläutert er stets die bedeutendsten Aufgaben, die sich für die kommenden Monate für Rat und Verwaltung abzeichnen.

Da war Edeka eben ein Punkt, den vornehmlich die Damen im höchst interessierten und dankbaren Publikum nachfragten. Grund für die Zuversicht des Chefs im Rathaus ist ein Treffen bei der Bezirksregierung in Düsseldorf. Dort konnten weitere planerische Hürden genommen werden, so Ahls, der davon ausgeht, dass Kaufmann Thomas Luft Mitte des Jahres den Bauantrag einreicht und noch in diesem Jahr der erste Spatenstich erfolgt.

Doch es bleiben zwei Unwägbarkeiten, die sich im Boden des abgeschobenen Geländes nördlich der alten Bahnlinie an der Ecke Xantener Straße/Neue Straße verbergen könnten. Zum einen steht die Inspektion des Kampfmittelräumdienstes noch aus, der nach explosiven Relikten aus Kriegstagen sucht. Mehr Sorgen mache ihm, dass auch die Archäologen das Grundstück noch genau inspizieren. „Die Fläche liegt unmittelbar am niedergermanischen Limes“, sagt der Bürgermeister. Die wegen der Nähe zum Rhein „auch nasser Limes“ genannte Grenze des römischen Imperiums soll, wie berichtet, im nächsten Jahr zum Weltkulturerbe aufsteigen.

Sollten auf der Grenze zwischen Menzelen-West und Menzelen-Ost Funde aus römischer Zeit zum Vorschein kommen, könnte das die ersehnte Ansiedlung des Discounters weiter verzögern, so die Befürchtung. Die Bezirksregierung habe es möglich gemacht, so Ahls, dass auf Grundlage des noch gültigen Flächennutzungsplans (FNP) der Bebauungsplan aufgestellt werden kann und nicht erst gewartet werden muss, bis der neue Rechtskraft erlangt hat. Der alte FNP muss nur entsprechend geändert werden. Die Absicht dazu hat der Fachausschuss im Anschluss an das Treffen mit den CDU-Senioren beschlossen.

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