Alpens Zehntklässler werden entlassen „Ihr habt die Schule zu dem gemacht, was sie heute ist“

Alpen · Eingebettet in eine Feierstunde erhielten 63 Zehntklässler der Sekundarschule Alpen ihre Zeugnisse. Schüler, Lehrer und Schulpflegschaft hatten ein emotionales Programm vorbereitet.

Feierlich verabschiedet wurden die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen der Sekundarschule Alpen am Montag.

Feierlich verabschiedet wurden die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen der Sekundarschule Alpen am Montag.

Foto: Silvia Decker

Richtig hübsch gemacht hatten sich die Mädchen und die Jungen der zehnten Klassen der Sekundarschule Alpen für ihre Entlassfeier. Auf dem Vorplatz der Sekundarschule an der Fürst-Bentheim-Straße waren sie auch von außen für Passanten gut erkennbar: die funkelnden Kleider der Mädchen und die weiß blitzenden Hemden der Jungen.

Aufgeregt unterhielten sich die Zehntklässler mit ihren Freunden, der Familie, den Geschwistern, denn vor der Zeugnisübergabe hatten einige dann doch ein bisschen Lampenfieber. Doch das war eigentlich gar nicht nötig. Denn den gut zweistündigen Festakt hatten die Schüler selber, ihre Lehrer, die Eltern und die Schulleitung schon im Vorfeld gut vorbereitet. Und so war das Programm kurzweilig, die Reden nicht zu lang und mit unterschiedlichen Punkten aufgelockert. Gebannt verfolgten die 67 Schülerinnen und Schüler der Klassen 10A, 10B und 10C dann den Start des Festaktes. Durch diesen führten als Moderatoren die Schüler Louis Metzke (aus der 10A), sowie Linus Arendt und Elias Nowak (beide 10B). Schulleiterin Corina Schulz begrüßte nach der Vorstellungsrunde der drei Moderatoren alle Anwesenden ihrerseits herzlich.

Sie lobte „ihre“ Zehner: „Ihr habt Eure Stärken herausgefunden und habt Euch weiterentwickelt. Ihr könnt unendlich stolz auf Euch sein. Ihr habt mit dazu beigetragen, dass unsere Schule ein Ort des Lernens, der Vielfalt und der Gemeinschaft ist.“ Schon zu diesem Zeitpunkt kullerten bei dem ein oder anderen Elternteil die ersten Tränen. Und auch die Schüler waren sichtlich gerührt über die Worte der Schulleiterin.

Nach sechs gemeinsamen Jahren verlassen viele Schülerinnen und Schüler die Sekundarschule, um woanders ihre Abschlüsse weiter zu machen oder sie starten im Sommer mit der Ausbildung. „Ihr habt die Schule zu dem gemacht, was sie heute ist. Ihr könnt sehr stolz auf Euch sein“, schloss Schulz.

Ihre Schulzeit Revue passieren ließen Nico Hellriegel, Joshua Müller (beide 10A), Jan Koenen (10B), Brianna-Alexis Bind und Nick Nöding (beide 10C). Sie nannten alle die Pandemie als Herausforderung, lobten die Wandertage und auch die legendären Klassen- und Abschlussfahrten.

Heiter war auch der Beitrag von Abteilungsleiterin Sabine Schneider, der für viele Lacher im Publikum sorgte. Schneider witzelte mit einem Augenzwinkern: „Ihr werdet Euch noch lange an den heutigen Tag erinnern. Den Tag, an dem Ihr Eure lieben Lehrer endlich los seid.“

Schneider gab Anekdoten aus der Schulzeit zum Besten, dankte allen aber auch für ihr Durchhaltevermögen während der Corona-Pandemie. Viele gute Leistungen hätten die Schülerinnen und Schüler erreicht, vier wurden für ihre besonderen Erfolge gesondert auf die Bühne gebeten. Für den besten Abschluss nach Klasse zehn wurde Maximilian Gwosch geehrt. Er hatte einen Durchschnitt von 2,5 erreicht. Den besten mittleren Abschluss hatte Noah Joel Prante mit 1,8. Louis Metzke erreichte einen Durchschnitt von 1,4, dicht gefolgt von Veronika Mechik. Sie war als Flüchtling aus der Ukraine nach Alpen gekommen, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen. Obwohl sie die Sekundarschule erst zwei Jahre lang besuchte, erreichte sie einen Durchschnitt von 1,6.

Nach einer Tanzdarbietung, besinnlichen Worten der Pfarrer Michael Ehrle und Hartmut Becks und Gesang, hatten die Klassenlehrer Marc Schwarz (10A), David Pichotka (10B) und Michael Pomp (10C) noch auf einer fingierten Fußball-Pressekonferenz ihren Mann zu stehen. Für ihre treffsicheren Trainer-Formulierungen wurden sie von der Menge bejubelt.

Zu den Gratulanten gehörte auch Bürgermeister Thomas Ahls, der sich durch die Feier an seinen eigenen Abschluss erinnerte. Ahls wünschte: „Seid mutig, aber trotzdem kritisch. Kommt immer wieder gerne an diesen Ort zurück.“

Mit dabei hatte er einen Umschlag zur Unterstützung der „Finanzierung“ der anstehenden Abschlussfeier.

Mit musikalischer Untermalung überreichten die Klassenlehrer dann den Schülerinnen und Schülernn ihre ersehnten Zeugnisse.

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