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Alpen: Videos aus dem Trauzimmer waren schon vor der Pandemie Alltag

Digitales Trauzimmer :  Ja-Wort aus Alpen längst live in den USA zu sehen

Die Alpener FDP hatte nach der Möglichkeit eines digitalen Trauzimmers gefragt. Antwort des Bürgermeisters: „Gibt es schon längst.“

Manche Dinge erledigen sich wie von selbst. Das digitale Trauzimmer im Alpener Rathaus, das die FDP gerade auf die politische Agenda gesetzt hat – wir berichteten –, ist keine Vision, sondern längst Praxis. Das geht aus der Antwort von Bürgermeister Thomas Ahls an die Liberalen hervor.

Die Gemeinde eröffne Brautpaaren, die weiter analog im Rathaus Ja sagen, bereits „seit langem, auch schon vor der Corona-Pandemie“, die Möglichkeit, Gäste einzuladen, die Zeremonie per Videoübertragung live zu verfolgen, erläutert der Bürgermeister in seinem Schreiben. Dieses Angebot werde jedem Paar beim Traugespräch unterbreitet. Und, wen wundert’s, es werde gerade „verstärkt nachgefragt“.

So habe es in der Vergangenheit schon weltweite Übertragungen aus dem Trauzimmer im Alpener Rathaus gegeben, bei denen Menschen in Australien, Neuseeland oder in den USA am Bildschirm dabei gewesen sind, als Brautpaare den Bund fürs Leben geschlossen haben. Auch die Übertragung zu Oma und/oder Opa ins Altenheim beispielsweise sei möglich, wenn der Gesundheitszustand oder wie jetzt der Lockdown den Weg zur Trauung ins Rathaus nicht zulasse, berichtet Thomas Ahls.

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Bis jetzt, so erläutert der Bürgermeister, müssten sich die Brautleute selbst um die Übertragung kümmern. Dabei müsse aus datenschutzrechtlichen Gründen „lediglich sichergestellt sein, dass keine Aufzeichnung erfolgt“. Ob diese Dienstleistung, wie von der FDP angeregt, künftig von der Verwaltung angeboten und übernommen werden kann und soll, so der Bürgermeister weiter, müsse im Zusammenhang mit grundsätzlichen Möglichkeiten zum Live-Streaming diskutiert und entschieden werden.

Dabei würden Kosten sowie Fragen der technischen Umsetzung und des Datenschutzes eine Rolle spielen. Das Angebot für eine solche Dienstleistung, so Ahls, ergebe aus seiner Sicht nur Sinn, „wenn die technischen Voraussetzungen in den Trauzimmern geschaffen sind“.

(bp)