Alpen: Theobald Heilen 92-jährig gestorben

Alpen : Theobald Heilen 92-jährig gestorben

Er war das letzte Gründungsmitglied der Bönning-Riller St.-Heinrich-Bruderschaft.

(up) Dass dieser Nachruf auf ihn mit der Ortsmarke „Bönning-Rill“ beginnt, hätte Theobald Heilen gefallen. Denn dort kam er her und dort hat er sein Leben lang gewohnt. Erst vor wenigen Jahren brachte Heilen seine große Verbundenheit zu Bönning-Rill kopfschüttelnd zum Ausdruck. Da hatte die Gemeinde doch tatsächlich auf dem Römerweg ein Ortsschild mit der Aufschrift „Menzelen“ aufgestellt. Für den alten Herrn ein Ding der Unmöglichkeit.

Nur einmal musste Heilen weg. Im Zweiten Weltkrieg, nach Russland, als 17-Jähriger. Ein Granatsplitter traf ihn, schwer verwundet kam er nach Hause. Beruflich war er bei der Gemeinde Alpen beschäftigt, zuletzt als Amtsrat in der Gemeindekasse. 1987 ging er in den Ruhestand. 1952 hatte Theobald Heilen seine Frau Anni geheiratet; sie starb 2014. Das Paar hat zwei Töchter und zwei Söhne.

Nun ist Theobald Heilen im Alter von 92 Jahren gestorben. Er war das letzte verbliebene Gründungsmitglied der 1947 gegründeten Schützenbruderschaft St. Heinrich. Vom ersten Tag an war er 50 Jahre lang deren Schriftführer. 1950 wurde er Schützenkönig. Er erhielt das Silberne Verdienstkreuz, den Hohen Bruderschaftsorden, das Sebastianuskreuz, das Schulterband dazu sowie den Goldenen Stern zum Schulterband. Auch das Bundesverdienstkreuz wurde ihm für seine ehrenamtlichen Aktivitäten verliehen.

Die Beerdigung findet am kommenden Freitag, 19. Oktober, 14 Uhr, auf dem Friedhof Alpen statt. Anschließend ist Seelenamt in der St. Ulrich-Kirche.

Mehr von RP ONLINE