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Alpen: SPD unterstützt Bürgermeister-Kandidat Timo Aldenhoff

Parteiloser Bürgermeister-Kandidat : SPD Alpen unterstützt Timo Aldenhoff

Timo Aldenhoff (28) geht als dritter Kandidat in den Ring und will im September Nachfolger von Thomas Ahls werden.

Bei der Kommunalwahl im September haben die Alpener nun die Wahl zwischen mindestens drei Bürgermeister-Kandidaten. Denn mit dem 28-jährigen Timo Aldenhoff geht ein politisch unabhängiger Kandidat gegen Amtsinhaber Thomas Ahls und den FDP-Mann Moritz Vochtel ins Rennen. Er wird von der SPD unterstützt.

Der Finanzbeamte, der im NRW-Finanzministerium die Verwendung europäischer Fördergelder prüft, ist in Alpen geboren, wo er immer noch wohnt. „Aus Alpen wegzuziehen, kam für mich nie in Frage“, sagt Aldenhoff. Er ist in vielen Vereinen aktiv – unter anderem bei den Junggesellen-Schützen, bei denen er 2013 König war. Außerdem engagiert er sich im Förderverein Motte, ist bei der Freiwilligen Feuerwehr und war Betreuer bei Ferienfreizeiten.

Anfragen verschiedener Parteien auf Mitgliedschaft erteilte er allesamt eine Absage. Er denke, dass ein parteiloser Bürgermeister und eine nicht parteipolitisch geprägte Verwaltung eine Chance seien, „ohne parteitaktische Hintergedanken“ zu agieren. Die Anregung, als parteiloser Kandidat anzutreten, kam von SPD-Fraktionschef Jörg Banemann, der sie im Sommer an Aldenhoff herantrug. Er signalisierte die Unterstützung für eine unabhängige Kandidatur. Banemann lobt den Kandidaten als einen „klugen, in Alpen verwurzelten Mann mit vielen kreativen und frischen Ideen“. Aldenhoff selbst empfindet die Anfrage der SPD als „große Wertschätzung“, weil sie seine Unterstützung nicht von einem Parteibeitritt abhängig gemacht habe.

Die Entscheidung für die Kandidatur sei ihm leicht gefallen, „weil meine Familie und mein Freundeskreis mich bestärkt haben und zu hundert Prozent hinter mir stehen“. Zentral für die Zukunft Alpens sei der Schuldenabbau. Außerdem benötige die Gemeinde dringend mehr bezahlbaren Wohnraum. Zudem müsse man Modelle finden, Bürger schon im Vorfeld von Entscheidungen aktiver einzubeziehen.

Die Grünen lassen noch offen, wie sie sich in der B-Frage positionieren.