Alpen: Sekundarschule bildet Sporthelfer aus

Alpen : Schüler machen den Sporthelfer-Führerschein

An der Sekundarschule in Alpen haben sich 23 Schüler für den Sport-Helferkursus gemeldet. Eine Woche lang lernen sie das erforderliche Rüstzeug. Das Zertifikat ist gleichzeitig der erste Schritt zur Übungsleiterlizenz im Sportverein.

Teamgeist ist unverzichtbar für Erfolg im Sport. Den signalisieren die 23 Sekundarschüler, die Sportlehrer Michael Pomp um sich geschart hat, auch äußerlich. Alle tragen blaue T-Shirts mit gelber Schrift: Sporthelfer und der Name stehen auf dem Trikot. Das Team aus Schülern der Jahrgänge 7, 8 und 9 ist hochmotiviert an den Start gegangen. Eine Woche lang dreht sich für sie täglich von der ersten Stunde bis zum letzten Gongschlag alles um Themen rund um den Sport.

Mehr 60 Schüler hatten sich in die Bewerberliste für den Spezialjob in der Schule eingetragen. Die Lehrer haben die Teilnehmer ausgewählt. Neben sportlichen Kompetenzen waren auch charakterliche Stärken gefragt, so Pomp, der zu Beginn mit seinem jungen Team die Qualitäten herausgearbeitet hat, die einen guten Sporthelfer ausmachen. Zu den Basics gehören Sekundärtugenden wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Ideenreichtum. Soziale Kompetenz ist gefordert, ein Gefühl für Mitschüler – ein offenes Ohr ebenso, ein „guter Riecher“ wie ein wachsames Auge. Sporthelfer sollen im Unterricht den Lehrer unterstützen, Geräte aufbauen, Übungen selbstständig leiten, kleine Wettkämpfe oder Sportfeste initiieren und organisieren. Zum Beispiel.

Sportpädagoge Michael Pomp ist davon überzeugt, dass die jungen Leute in dem Kurs und später bei ihrer Tätigkeit an der Schule „wichtige Erfahrungen machen werden, die sie weiterbringen“. Außerdem winken als besonderer Anreiz zur Stärkung des Teams Ausflüge zum Funsport wie Wasserskifahren oder Standig up-Paddeln. Entscheidend aber sei die Freude an der Tätigkeit. „Wenn ich an etwas Spaß habe, was in der Schule ansteht, gehe ich doch viel lieber hin als wenn mich Dinge erwarten, auf die ich nur wenig Lust habe“, so der Pädagoge. Die Motivation der Blauhemden ist groß. „Ich mache gerne Sport“, sagt Sophie, die in ihrer Freizeit Gardetanz trainiert und im Karneval auf die Bühne bringt. Sie hofft, dass sie im Kurs das Zeug mit nimmt, irgendwann im Verein selbst mal eine Gruppe zu leiten. Kinder trainieren, möchte auch Evelyn bei ihrem Klub SV Büderich. Adrian, der bei Borussia Veen kickt und beim SV Sonsbeck Tennis spielt, findet die Kursinhalte spannend und möchte seine Begeisterung für Sport gerne weiter vermitteln.

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So gehören Praxiseinheiten zum Stoffplan. Die angehenden Sporthelfer sind gefordert, vor eine Gruppe zu treten, Inliner auf den Parcours zu schicken oder in den Pause zu Bewegung anzuregen. Rechtliche Grundlagen werden erarbeitet und selbstverständlich Grundkenntnisse in Erster Hilfe, damit sie helfen können, wenn ein Sportler „Pech gehabt“ und sich verletzt hat.

Am Ende müssen die Lehrgangsteilnehmer zeigen, was sie in der Woche gelernt haben. Bis mittags stehen „Lehrproben“ auf dem Programm. Lehrer wissen aus eigener Erfahrung, wie aufregend solche Prüfungen sein können, wenn man mit lebendigen Schülern das umsetzen müssen, was man sich am Schreibtisch ausgedacht hat.

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