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Alpen: Revierförster ist jetzt Christopher Koch

Neuer Förster in der Leucht : Wachwechsel im Forsthaus Huck

Revierförster Christopher Koch (35) ist nach drei Jahren ausgezogen. Sein Nachfolger Christoph Erkens (31) hat seinen Dienst schon angetreten. Auch er muss sich in der Leucht mit den Folgen des Klimawandels befassen.

Als Anfang 2018 Revierförster Christopher Koch (35) ins Forsthaus in Alpen eingezogen ist, fegte das Orkantief Friederike über die Leucht hinweg. Es folgte der Dürresommer. Und dann kam der Borkenkäfer. Mit den Folgen muss sich auch sein Nachfolger im Forsthaus Huck an der Rheinberger Straße in Alpen, Christoph Erkens, noch eine lange Zeit intensiv befassen. Er hat Anfang des Monats seinen Dienst angetreten. Koch zieht es wieder in seine alte Heimat im Paderborner Land. Er übernimmt dort einen Forstbetriebsbezirk im Regionalforstamt Hochstift.

Christoph Erkens (31) ist bereits seit sieben Jahren im Regionalforstamt Niederrhein tätig. Nach seiner Ausbildung zum Forstwirt bei der Stadt Krefeld studierte er Forstwirtschaft in Göttingen. Darauf folgten der Vorbereitungsdienst für den gehobenen Forstdienst und vier Jahre in der Liegenschaftsverwaltung des Regionalforstamtes in Wesel.

Nun ist Erkens zuständig für die knapp 2000 Hektar Staatswald im Forstbetriebsbezirk Leucht mit Staatswaldflächen in Alpen, Rheinberg, Sonsbeck, Neukirchen-Vluyn Kamp-Lintfort und Rheurdt. Die größte zusammenhängende Waldfläche im Revier ist die bei Waldbesuchenden besonders beliebte Leucht, aber auch für den Winkelschen Busch, den Latzenbusch, den Vluynbusch und andere Forstorte trägt Förster Erkens Verantwortung.

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Zwei Drittel des Reviers sind Nadel-, ein Drittel Laubbäume. „Das Waldbild verändert sich nach und nach. Der Anteil der standfesteren Laubbäume nimmt zu“, so der neue Revierförster. Dies sei ganz offensichtlich auch nach wie vor dringend erforderlich, um dem fortschreitenden Klimawandel widerstandsfähige Baumarten entgegenzusetzen, so Erkens.

Im Januar 2018 hatte das Orkantief Friederike im Revier enorme Schäden angerichtet und etwa 20.000 Festmeter Sturmholz zurückgelassen. Um möglichst gut für den Klimawandel gerüstet zu sein, gibt es in der Leucht den sogenannten Klimawald. Hier wurden auf Schadflächen zwei Jahre nach dem Sturm Kyrill rund 35.000 Bäume gepflanzt – dafür wurden aber keine einheimischen Baumarten genommen, sondern Mammutbäume, Atlaszedern, Robinien oder auch Küstentannen. In den kommenden Jahren wird hier beobachtet, ob und wie die „neuen“ Arten mit den örtlichen Boden- und Klimaverhältnissen zurechtkommen.

Zu den Aufgaben im Revier gehört auch die jagdliche Bewirtschaftung der Flächen sowie die Betreuung von Jagdgästen. Rund 1000 Hektar sind an Jäger verpachtet. Die Verwaltungsjagd mit erschwerten Auflagen aufgrund des Naturschutzes umfasst rund 940 Hektar.

Unterstützung im Revier erhält Förster Erkens von einem Forstwirtschaftsmeister, drei Forstwirten sowie drei Auszubildenden der Forstwirtschaft. Auch für Forstinspektoranwärter, Referendare und Referendarinnen sowie Praktikanten und Praktikantinnen ist die Leucht Ausbildungswald.

Gemeinsam haben die Forstleute das Wohl des „Multitalents Wald“ im Blick. Die „Balance von Holznutzung, Naturschutz und Erholung“ wird auch ein großes Anliegen von Christoph Erkens sein. In der Corona-Krise hat der Wald seine enorme Bedeutung für Freizeit und Erholung unter Beweis gestellt.

Auch der nun für alle Menschen spürbare Klimawandel und drei Dürrejahre haben die Aufmerksamkeit auf den Wald gelenkt. „Es wird immer eine Herausforderung sein, den vielen unterschiedlichen Formen der Waldnutzung gerecht zu werden“, sagt Christoph Erkens. Er werde jeden Tag die Aufgabe haben, zwischen allen Fronten zu vermitteln und einen Lösungsweg zu finden. Erkens ist voller Tatendrang: „Ich freue mich auf diese abwechslungsreiche Aufgabe und meinen neuen Wirkungsort in der Leucht.“

(bp)