Alpen plant einen „Pakt für den Sport“

Sportpolitik : Alpen plant einen „Pakt für den Sport“

Fördergelder des Landes: Gemeindesportverband soll Empfehlungen aussprechen. 300.000 Euro gibt’s aus dem Programm „Moderne Sportstätten 2022“.

2016 war unweit der Tennishalle ein Küchentrakt für Flüchtlinge gebaut worden. Das Gebäude steht seit längerem leer. Die LG Alpen möchte es mit einem Überlassungsvertrag übernehmen und umbauen, da es nebenan auf der Viktoria-Sportanlage in den Umkleidekabinen und Sanitärbereich zu eng geworden ist. Auch darüber wurde am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss gesprochen. Für die Umgestaltung soll der Leichtathletik-Verein einen Zuschuss von 30.000 Euro bekommen.

„Das Geld wird für neue Duschen und Toilettenanlage benötigt. Das Gebäude ähnelt von den Außenmaßen dem Neubau, über den wir zunächst nachgedacht hatte. Der war aber zu teuer“, sagte Vorstandsmitglied Willi Schmitz. Vom alten Küchentrakt zum Sportanlage sind’s zu Fuß rund 150 Meter.

Großes Thema war ebenfalls das Landesprogramm „Moderne Sportstätten 2022“. Alpen kann aus dem Fördertopf 300.000 Euro abrufen. Einen großen Batzen davon möchte die Viktoria für die Umwandlung des Ascheplatzes in ein Kunstrasen-Spielfeld haben. Dass die Sanierung erforderlich ist, steht außer Frage. So sieht es auch die Verwaltung. Allerdings liegt die Förderquote für ein Einzelprojekt zwischen 50 und 90 Prozent. Heißt: Allein die Modernisierung des Fußballfeldes würde die gesamte Fördersumme verschlingen.

Bürgermeister Thomas Ahls wurde daher bei der Staatskanzlei vorstellig. Der Weg hat sich gelohnt. Alpen kann die Förderquote flexibler auslegen, so dass mehrere Sportvereine profitieren können. So wie die Tennis-Abteilung der Viktoria. So seien alle sechs Plätze komplett sanierungsbedürftig, sagte Abteilungsleiter Ulrich Holtbrink. Es wird überlegt, zunächst drei Spielfelder zu sanieren. Das würde rund 50.000 Euro kosten. Die Hälfte der Summe käme aus dem Fördertopf, 20.000 Euro müsste die Gemeinde dazugeben, den Rest würde die Tennis-Abteilung übernehmen.

Der Gemeindesportverband (GSV) mit Hans-Jürgen Sura an der Spitze soll mit den Vereinen ausloten, welche Bauprojekte mit welchen Summen gefördert werden sollen. Laut Verwaltung stehe dem GSV gar eine Schlüsselrolle zu, „bestehende Bedarfe zu bündeln und gegenüber dem Fördergeber entsprechende Empfehlungen auszusprechen“. In diesem Zusammenhang beauftragten die Auschuss-Mitglieder Ahls damit, mit den Clubs im Ort einen „Pakt für den Sport“ abzuschließen.

(put/bp)