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Alpen pflanzt fünf klimaresistente Bäume, dier Kindern Schatten spenden

Klimaschutz in Alpen : Im Dahlacker wächst Persisches Eisenholz

Alpen pflanzt in Kooperation mit Westenergie am Brunnen vor dem Friedhof fünf Klimaschutzbäume – auch, um ein Zeichen zu setzen. Es fehlt aber noch eine Hundertschaft Schattenspender im Gemeindegebiet.

Zwei Hitzesommer in den zurückliegenden vier Jahren haben nicht nur deutlich gemacht, dass sich auch der Niederrhein mitten im Klimawandel befindet, sie haben auch schmerzhaft aufgezeigt, dass viele heimische Baumarten diesen Wetterextremen nicht gewachsen sind. Durch die Unterstützung des Energieunternehmens Westenergie und die Teilnahme an dessen Aktion „1000 Klimabäume für unsere Kommunen“ konnte die Gemeinde Alpen jetzt im Bereich um den Brunnen im Dahlacker fünf klimaresistente Bäume anpflanzen. Die drei gefällten Vorgänger hatten zuletzt die Aufmerksamkeit der Politik auf sich gezogen. Sowohl die Grünen, als auch die CDU sorgten sich unabhängig voneinander beim traurigen Anblick der drei Baumstümpfe.

„Gemeinsam mit unseren Partnerkommunen wollen wir den Ausbau einer grünen Infrastruktur und das Erreichen der Klimaziele vorantreiben“, erläuterte Nils Rudolph, Kommunalmanager von Westenergie, das Vorhaben. Insgesamt pflanzt das Unternehmen in den nächsten Wochen in Kooperation mit 125 Städten und Gemeinden aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen 1250 solcher „Klimabäume“.

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Im Alpener Rathaus stieß der Konzern damit jedenfalls auf spontane Zustimmung. „Mit der Pflanzung dieser Klimabäume setzen wir ein deutlich sichtbares Zeichen für mehr Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit in unserer Gemeinde. Wir freuen uns, dass die Bäume an dieser Stelle im Sommer auch als ideale Schattenspender nützlich sein werden“, sagte Bürgermeister Thomas Ahls.

Bei den Bäumen handelt es sich um eine anspruchslose Hainbuche und einen persischen Eisenholzbaum. Beide Arten gelten nach dem derzeitigen Forschungsstand als besonders stressresistent und zu erwartenden klimatischen Veränderungen gewachsen. „Der Eisenholzbaum besticht im Herbst zudem durch seine leuchtend roten Blätter“, hebt Volker Schulte-Bunert vom Bauhof einen weiteren Aspekt hervor.

Ein Argument für die Wahl der Bäume war das allerdings eher am Rande, erklärt der Mitarbeiter vom Betriebshof: „Wir haben kleine Bäume ausgesucht, die schnell wachsen. Grund dafür ist das Lichtraumprofil, das besagt, dass unterhalb einer Höhe von 4,50 Meter kein Laub und keine Äste über die Fahrbahn ragen dürfen.“ Die ausgewählten Bäume sollen eine Höhe von acht Metern und einen Umfang von rund vier Metern erreichen.

Damit das mit dem schnellen Wachstum auch hinhaut, hat der Garten- und Landschaftsbauer Jürgen Giesen den Boden rund um den Wurzelbereich mit einem speziellen Substrat aufgelockert, bevor die von einer Düsseldorfer Baumschule gelieferten Bäume ihren angestammten Platz einnehmen durften.

Volker Schulte-Bunert wünscht sich jetzt noch, dass Nachbarn Im Dahlacker Patenschaften für die Bäume übernehmen und in regenarmen Sommertagen hin und wieder mal zur Gießkanne greifen. Begleitet wurde die Pflanzaktion von Thomas Janßen. Der Stellvertreter des Bürgermeisters im Alpener Rathaus sieht seine Gemeinde, was die Zahl der Bäume angeht, noch nicht am Ziel angekommen: „Jeder einzelne Baum trägt zur Verbesserung unseres Ortsklimas bei, das ist klar. Insgesamt fehlen in Alpen aber noch rund 100 Bäume.“

(erko)