Alpen: Pastoralassistent Laudano verlässt St. Ulrich

Alpen: Kurator geht nach Coesfeld

David Laudano hat die Ausbildung in St. Ulrich beendet. Am Sonntag wird er in seine westfälische Heimat verabschiedet.

Am Sonntag, 15. Juli, endet für Pastoralassistent David Laudano in der Kirchengemeinde St. Ulrich mit einem Gottesdienst und einem kleinen Umtrunk an der Kirche die dreijährige praktische Ausbildung. Wehmut oder gar Traurigkeit empfindet der 29-Jährige nicht. Es überwiegt die Vorfreude auf seine neue Tätigkeit als Pastoralreferent in der Kirchengemeinde Anna Katharina im münsterländischen Coesfeld: „Ich kehre nach drei Jahren in meine westfälische Heimat zurück. Außerdem ist meine Frau als Pastoralreferentin im benachbarten Schöppingen tätig.“

Die Zeit in Alpen habe ihn geprägt, sagt Laudano, der sich bei Pfarrer Dietmar Heshe sowie seiner Mentorin, Pastoralreferentin Katharina van Meegeren, für das ihm entgegen gebrachte Vertrauen bedankt: „Man hat mir viele Aufgaben übertragen, mich größtenteils selbstständig arbeiten lassen. Das war ein großer Vorteil für mich.“

Zu dem vielfältigen Aufgabenbereich des angehenden Pastoralreferenten zählten der Bibelkreis, der Religionsunterricht an der Grundschule, der so genannte Statio-Dienst in der Liturgie, die Vorbereitung der Kommunionkinder oder das Kurat bei den Pfadfindern. Vor allem die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen habe er als etwas ganz Besonderes empfunden, sagt Laudano. Das 25-jährige Pfadfinderjubiläum vor ein paar Wochen bezeichnet der Religionspädagoge als den absoluten Höhepunkt seiner Ausbildung.

  • Alpen : In St. Ulrich werden die Seelsorger rar

Als der Seelsorger nach Alpen kam, war der Zusammenschluss der einzelnen Gemeinden zwischen Büderich und der Bönninghardt bereits vollzogen. Rund 15.000 Kilometer hat er im Jahr zwischen den einzelnen Ortsteilen und dem Bistumssitz Münster abgespult. Die Tätigkeit in einer solchen Großgemeinde sieht Laudano daher zwiespältig: „Der Job wird zunehmend stressiger, weil die Anforderungsbereiche größer geworden sind. Es ist eben ein Unterschied, ob man 30 oder 90 Kommunionkinder betreut.

Auf der anderen Seite biete die Fusion mit ihrer Vielfalt und personellen Möglichkeiten die Chance, etwas Neues zu starten und Projekte anzugehen, die in einer kleinen Gemeinde nicht realisierbar wären. „Ich habe die Zusammenlegung deshalb insgesamt als Bereicherung empfunden“, so Laudano.

In Coesfeld warte nun eine Stadtgemeinde mit zwei Filialkirchen auf ihn. Auf die Frage, was Alpen ausmacht, muss David Laudano nicht lange überlegen: „Die Zusammenarbeit mit den Menschen. Die Alpener sind ein ganz besonderer Menschenschlag, freundlich, offen und vor allem hilfsbereit. Dazu die vielen netten Kolleginnen und Kollegen. Ein Stück Alpen wird in mir bleiben, ich werde bestimmt mal wieder herkommen.“