Alpen: Mitfahrangebot für Schüler bleibt weiter rätselhaft

Polizei ermittelt : Mitfahrangebot für Schüler bleibt weiter rätselhaft

Der Vorfall habe sich Ende voriger Woche ereignet. Bei der Polizei haben sich bisher weder der Autofahrer, der möglicherweise in guter Absicht gehalten habe, noch Zeugen gemeldet.

Ein Vorfall, der Ende voriger Woche in den sozialen Netzwerken heftig diskutiert wurde und viele Eltern verunsichert, bleibt weiter rätselhaft. Es geht um die Schilderungen eines Jungen, der im strömenden Regen auf seinen Bus gewartet hat und nach seinen Angaben von einem unbekannten Mann in einem weißen Auto gefragt worden sein soll, wohin er müsse und ob er ihn mitnehmen solle. Wie die Polizei gestern auf Nachfrage sagte, hätten sich bisher weder der Autofahrer, der möglicherweise in guter Absicht gehalten habe, noch Zeugen gemeldet.

Die Polizei, die am Freitag mit einem Post auf die Aufregung im Netz reagiert hatte, bekräftigte noch einmal, dass der Schüler sich absolut richtig verhalten habe, indem er das Angebot abgelehnt und seinen Bus besteigen habe, der in dem Moment an der Haltestelle vorgefahren sei. Es sei auch gut gewesen, dass der Junge sich seinen Eltern anvertraut habe. Die wiederum hatten den Vorfall im Bekanntenkreis erzählt. In der Folge sei der Sachverhalt schließlich in die sozialen Netzwerke gelangt.

Die Polizei nehme die Schilderungen „sehr ernst“ und habe die Ermittlungen aufgenommen. Es sei jedoch weiter völlig unklar, ob der Autofahrer seine Hilfe aus krimineller Motivation heraus oder aus Hilfsbereitschaft angeboten habe. Wer etwas beobachtet hat, soll sich an die Polizei in Xanten unter Tel. 02801 71420 wenden.

In dem Zusammenhang rät die Polizei Eltern, mit ihren Kindern über das richtige Verhalten zu sprechen für den Fall, dass sie von Unbekannten angesprochen werden. Sie sollten ihr Kind ermutigen, den Notruf der Polizei 110 zu wählen, wann immer es Hilfe brauche.

„Warnpostings“ in sozialen Netzwerken seien zwar sehr beliebt, weil man in kurzer Zeit viele Leute erreiche. Es sei jedoch schwer zu erkennen, ob die Quelle der Warnmeldung seriös sei, so die Polizei. Sachverhalte würden sich in Chats oft ganz anders darstellen, als sie sich eigentlich zugetragen haben.

Motiviert durch die Facebook-Debatte hätten zwei weitere Grundschüler ihren Lehrern erzählt, ebenfalls von einem Unbekannten aus einem Auto angesprochen worden zu sein, so die Polizei. Ihre Geschichte habe sich aber als „Räuberpistole“ herausgestellt. Die Jungen hätten zugegeben, dass ihre Geschichte der Fantasie entsprungen sei.