Landtechnik-Unternehmen aus Alpen Lemken von Hackern angegriffen

Alpen · Das Unternehmen Lemken aus Alpen ist von Hackern angegriffen worden. Wegen der Cyberattacke hat der Landtechnikhersteller seine IT-Systeme heruntergefahren. Was bisher dazu bekannt ist.

Lemken ist von Hackern angegriffen worden.

Lemken ist von Hackern angegriffen worden.

Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Der Landtechnikspezialist Lemken aus Alpen ist nach eigenen Angaben am vergangenen Samstag von Hackern angegriffen worden. „Der kriminelle Angriff erstreckt sich weltweit auf alle Standorte“, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Zum Schutz vor weiteren Zugriffen seien sofort alle IT-Systeme abgestellt und externe Spezialisten hinzugezogen worden. Aktuell sei der Produktionsbetrieb gestoppt. Die Angestellten der Bürobereiche könnten mobil arbeiten. Wichtige Ansprechpartner des Unternehmens seien per E-Mail oder Mobiltelefon erreichbar.

„Wir sind mit Hochdruck dabei, die Auswirkungen der Attacke mit Unterstützung von Spezialisten sowie in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt zu analysieren und eine neue IT-Infrastruktur aufzubauen“, sagte Lemken-Geschäftsführer Anthony van der Ley. Momentan liefen die internen Prozesse in einem Notbetrieb. Die Geschäftspartner seien informiert worden. „Auch die Mitarbeiter haben wir sensibilisiert, auf den Angriff folgende betrügerische Anfragen oder Zahlungsaufforderungen mit Vorsicht zu behandeln“, erklärte Anthony van der Ley. Nach den ersten Detailanalysen seien Daten der Kunden nicht betroffen, da die Sicherheitssysteme des Unternehmens „sehr gut gegriffen“ hätten.

Lemken rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die ersten Systeme „in wenigen Tagen“ wieder hochgefahren werden könnten. „Natürlich werden wir in den nächsten Tagen noch weiter massiv in unserem Alltagsgeschäft behindert sein“, sagte Anthony van der Ley. „Wir hoffen deshalb auf das Verständnis unserer Kunden, Geschäftspartner und Lieferanten für alle Unannehmlichkeiten.“

(wer)
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