Alpen: Jäger sauer auf unbekannte Zerstörer

Alpen: Neuer Hochsitz mutwillig zerstört

Jagdpächter in Drüpt sind stocksauer. Sie bitten darum, die Augen offen zu halten.

Gerd Hagedorn und seine Jagdfreunde aus dem Revier Alpen II sind entsetzt. Unbekannte haben zwischen Montag und Mittwoch voriger Woche einen nagelneuen Hochsitz, den die Jagdpächter zwischengelagert hatten, mutwillig zerstört. Auf eine Anzeige bei der Polizei haben die Waidmänner bislang verzichtet, weil sie sich davon wenig versprechen. Sie hoffen, dass ihr öffentlicher Aufschrei die Übeltäter von weiterem Frevel abhält und die Menschen im ländlichen Außenbereich zwischen Drüpt und Millingen die Augen aufhalten.

Derweil stehen Gerd Hagedorn, Theo Potjans und Herbert Grüntgens vor einem Trümmerhaufen. Letzterer hatte den Hochsitz bei einem Bekannten in Auftrag gegeben, der ihn solide zusammengebaut hatte. Die hölzerne Konstruktion legten die Jäger unterhalb eine Windrades in einem Rübenacker an der Römerstraße ab. Es sollte am Rand eines nahen Waldes aufgestellt werden, da, wo Jäger auf dem Ansitz vom Wild nicht beäugt werden können. „Das hier ist unsere Sammelstelle, wo wir uns zur Jagd treffen und hinterher die Strecke ausbreiten“, so Hagedorn.

  • Vorfall in Hünxe : Auto bei Jagd zerstört: Waren es Jagdgegner?

Der Platz liege so abgeschieden, dass man keine Bedenken hatte, den Hochsitz hier zu lagern. „Obwohl hier viele Spaziergänger mit Hunden laufen, haben wir nie damit gerechnet, dass hier Zerstörer unterwegs sind“, so Hagedorn. Dass hier jemand geziel vorgegangen ist, daran haben die Jäger keinen Zweifel. Verschraubte Latten sind mit grober Gewalt aus der Verankerung gerissen worden, dicke Bretter vermutlich mit Werkzeugen durchgebrochen. „Wer tut so was?“ Hagedorn vermutet, dass der Täter aus der Gegend kommt. Über sein Motiv könne man nur spekulieren.

Man müsse sehen, ob man die heilen Reste des malträtierten Gerippes noch verwenden kann für einen neuen Sitz. Der Schaden ist da. Ihn zu beheben macht unnötig Arbeit, kostet Geld und sorgt für eine gehörige Portion Wut.

Mehr von RP ONLINE