Alpen: Alpen in jecker Kinderhand

Alpen: Alpen in jecker Kinderhand

16 Einheiten sorgten gestern für einen fröhlichen Kinderkarnevalszug. Der Ortskern wurde rappelvoll. Sogar das Wetter spielte mit.

Zufriedene Gesichter bei den Machern und Akteuren. Der beliebte Kinderkarnevalszug in Alpen hat alle Erwartungen erfüllt. Bunt gaben sich die großen und kleinen Jecken, die sich am Zugweg im Ortsinneren aufgestellt hatten und sich den Spaß an der Freud nicht nehmen ließen. In fantasievollen Kostümen - vielfach als Krokodil, Löwe oder Elch - feierten die Kinder den Tulpensonntag.

Foto: Fischer Armin

Das Motto "Bonbons, Chips und Mäusespeck sammeln kleine Jecken weg" passte und zufrieden mit der fetten Beute sollten sie später wieder nach Hause ziehen. Immerhin 3500 Euro legte der Veranstalter, der Verein zur Förderung des Kinderkarnevals in Alpen (AKK), in Chips- und Popcornwährung an. Das gestellte Wurfmaterial finanziert sich komplett aus Spenden und dem Losverkauf.

16 Einheiten, sieben Wagen, acht Fußgruppen und ein Spielmannszug, meldeten im Vorfeld ihre Teilnahme. Neu dabei die "Betty paletti Piratencrew" wie auch "Junge Tierschützer", die verkleidet als Farmer und Tiere, den respektvollen Umgang einforderten. Zum 17. Mal dabei die Truppe um Björn Ingenfeld mit Santa Hauck und Pät Ruprecht samt Schlitten und Rentieren nach dem Motto: "Nach Nikolaus ist vor Nikolaus." Die Nachbarschaft Kulzenhof/Weyerhof enterte als "Die Fischer" mit ihrem Schiff und den Oktopussys die Narrenhochburg Alpen. Zwei Tage lang hatten sie ihr Schiff flott gemacht. "Alle Mann an Bord" meldete daher Lars Springer. "Bei uns ist die Teamarbeit wieder super gelaufen."

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Einen Hauch von Wildwest brachten die Veener nach Alpen und gaben einen Geschmack auf ihren heutigen Motto-Umzug durchs Krähendorf. Über allem aber thronte das Kinderprinzenpaar Henrik und Leonie. Der Schriftzug ihres ägyptisch angehauchten Prinzenwagens in entsprechenden Begleitung lautete: "Eselsmilch und Hirsebrei, vom Nil bis an die Alp'sche Ley". Der Wagenbau lief, wie am Schnürchen verriet Prinzenvater Dirk Nissing. "Wir wollten für einen bunten Hingucker sorgen", sagte Heidi Reitz, Leonies Mutter. Das Motto weist auf die Renaturierungsmaßnahme der Alpen'sche Ley hin. Aufgeräumt gaben sich die beiden Majestäten, Henrik und Leonie. "Wir freuen uns, dass es endlich nach einem Jahr Vorbereitung losgeht", meinte Henrik. In Alpen übernimmt der amtierende Kinderschützenkönig auch das Prinzenamt im Karneval. Für Leonie war das Wetter ein Thema. "Kälte ist nicht schlimm, aber regnen darf es nicht." Doch die Sorge der Majestät war völlig unbegründet. Punkt 14.11 Uhr wurde der Himmel blau, die Sonne schien.

"Haben wir am Morgen bestellt", erklärte Zugleiter Manfred Tönni augenzwinkernd. Seine AKK-Truppe spielte im Zebrakostüm auf den verkehrt platzierten Zebrastreifen direkt vor dem Rathaus an. Sven Thiesies und Holger Kuhnen, AKK-Vorstand, zeigten sich zufrieden mit dem Treiben. "Wir haben zwei Einheiten weniger als sonst. Die Besucherzahl ist geschätzt mit über 4000 Gästen gleich hoch." Bewährt hat sich erneut das Sicherheitskonzept, wonach alle Ortseingänge abgeriegelt wurden und Gäste erst nach einer Alkohol- und Glaskontrolle ins Narrenzentrum einziehen durften. "Wir feiern einen Kinderkarnevalszug", betonte Kuhnen.

Neben Wagenengeln, gestellt von den teilnehmenden Gruppen, sorgten die Mitglieder der Alpener Feuerwehr und die des Roten Kreuzes für einen reibungslosen Verlauf. "Wir bekommen nach dem Zug Mails von Gästen, die sich für den tollen Zug bedanken. Also haben wir alles richtig gemacht", so Manfred Tönnis.

(sabi)