Feuer in Alpen Großbrand in Lackierbetrieb

Alpen · Bei einem Großbrand in einem Alpener Lackierbetrieb waren in der Nacht von Samstag auf Sonntag 50 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Sie verhinderten ein Übergreifen des Feuers auf Farben und Lacke. Die Kripo ermittelt.

Alpen: Brand in einem Lackierbetrieb
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Brand in einem Lackierbetrieb in Alpen

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Foto: ja/Arnulf Stoffel (ast)

Einen Großeinsatz hatte die Freiwillige Feuerwehr Alpen in der Nacht von Samstag auf Sonntag. An der Weseler Straße brannte es in einem Lackierbetrieb. Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt.

Am Samstag gegen 22.15 Uhr sei die Freiwillige Feuerwehr durch die Leitstelle alarmiert worden, teilt Michael Hartjes, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Alpen, auf Nachfrage mit. Laut Kreispolizei Wesel habe ein Anwohner offene Flammen aus einem Bürotrakt eines Gebäudes des Lackierbetriebs bemerkt und direkt Alarm geschlagen. Bei dem Großeinsatz seien die Einheiten Alpen, Veen und Menzelen alarmiert worden. Ungefähr 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz. „Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen hoch aus dem Gebäude“, teilt der Feuerwehr-Chef mit. Der Verwaltungsbereich des Gewerbebetriebes stand zu dieser Zeit im Vollbrand.

Nachdem sich die Feuerwehrleute Zugang zum Gelände verschafft hatten, begannen sie umgehend mit der Bekämpfung. „Es sah wirklich schlimm aus“, sagt Hartjes. „Aber die Bausubstanz des Gebäudes war gut, die Brandschutztüren haben gehalten.“ Das und der tatkräftige Einsatz der Kameraden habe ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäudeteile, in denen Farben und Lacke lagerten, verhindert.

Die Brandbekämpfung sei von außen, unter anderem über die Drehleiter, und von mehreren Trupps im Innenangriff durchgeführt worden, so die Feuerwehr. Im weiteren Einsatzverlauf seien Abluftöffnungen geschaffen und Hochleistungslüfter zur Entrauchung des Gebäudes eingesetzt worden. Sieben Trupps rückten dem Feuer zu Leibe und waren unter schwerem Atemschutz im Einsatz.

Die Rauchentwicklung sei erheblich gewesen. „Der Rauch stieg aber glücklicherweise fast senkrecht in den Himmel“, sagt Michael Hartjes. Froh sei er auch darüber, dass verhindert werden konnte, dass die Flammen auf die Lacken und Farbe übergreifen. Diese seien nicht nur schwieriger zu löschen, sondern seien im Brandfall durch austretende Dämpfe auch nicht ungefährlich. Die Bevölkerung sei zu keiner Zeit gefährdet gewesen. Nach dem Löschen des Brandes wurde das Gebäude mit einer Wärmebildkamera auf Glutnester untersucht. Insgesamt dauerte der reine Löscheinsatz drei Stunden. Vor Ort waren auch der Rettungsdienst und die Polizei, die nun die Einsatzstelle übernommen hat. Am Gebäude ist erheblicher Sachschaden entstanden. Zur Brandursache ermittelt die Kriminalpolizei.

Zeugen, die Angaben zum Brand machen können oder zu verdächtigen Beobachtungen im Bereich des Brandortes, werden gebeten, sich bei der Polizei in Kamp-Lintfort unter 02842 9340 zu melden.

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