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Alpen: Gottesdienste fallen wegen Priestermangel aus

Alpen : In St. Ulrich werden die Seelsorger rar

Nachdem Kaplan Savarimuthu Maria Arul in seine Heimat Indien zurückgekehrt ist, wird jetzt Pastoralreferent David Laudano verabschiedet. Weil nur noch zwei Priester da sind, entfällt vorerst der Vorabendgottesdienst am Samstag.

Nach dreijähriger praktischer Ausbildung als Pastoralassistent, endet am 15. Juli offiziell der Dienst von David Laudano in der Kirchengemeinde St. Ulrich. Mit seiner Verabschiedung verliert die Kirchengemeinde einen weiteren Mitarbeiter im Seelsorge-Team. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte Kaplan Savarimuthu Maria Arul die Gemeinde verlassen und war in seine indische Heimat zurückgekehrt. „Er hatte schlichtweg großes Heimweh“, sagte Dietmar Heshe. Leitender Pfarrer. Ersatz sei weit und breit nicht in Sicht. Die dünne seelsorgerliche Personaldecke zwinge die Gemeinde zu reagieren. Mit Blick auf die bevorstehende Ferien- und Urlaubszeit hat sich das Seelsorgeteam in Abstimmung mit Pfarreirat und Kirchenvorstand darauf verständigt, vom 14. Juli an bis zum 28. September die Vorabendgottesdienste am Samstag in St. Ulrich Alpen und in St. Peter Büderich zu streichen.

„Dabei handelt es sich zunächst um eine befristete Maßnahme“, so Heshe. „Ende September müssen wird die Situation neu überdenken und sehen, wie’s danach weitergeht.“ Die Lage sei schwierig, so Heshe. Denn nach dem Tod von Helmut Grauten und Propst emeritus Viktor Roeloffs fehlten auch die beiden Priester im Ruhestand, die noch seelsorgliche Dienste in der Gemeinde übernommen hatten. So blieben mit ihm, Georg Zglinnicki und Pastor Hennes nur drei Priester für neun Eucharistiefeiern am Wochenende. Daher sei der Wegfall des Vorabendgottesdienstes, der im Wechsel in St. Ulrich und  St. Peter gefeiert wurden, ein vertretbarer Schritt zur Entlastung. Denn die Pastöre müssten sich auch noch die Trauungen oder Gottesdienste für Ehejubiläen und bei Beerdigungen teilen. Da sei die Grenze der Belastbarkeit nah. Die Schützengottesdienste am Samstag, 14. Juli, um 18 Uhr in Gest und am Samstag, 25. August, um 18.30 Uhr in St. Ulrich, mit der St. Ulrich-Schützenbruderschaft finden, wie vereinbart statt.

Nach dem Ausscheiden von David Laudano ist auch das Laien-Team nicht mehr vollzählig. Dazu gehören die Pastorralreferentinnen Anne Görtz und Katharina van Meegeren sowie Pastorralassistent Mathias Heinrich. Hinzu kommt noch Ludger Funke als Diakon.

David Laudano hinterlässt eine weitere Lücke. In den zurückliegenden drei Jahren hat er sich als Kurat bei den Pfadfindern, bei den Messdienern, mit Impulsen als Statio in der Liturgie, bei der Feier von Wortgottesdiensten, in verschiedenen Gremien, als Begleiter der Exerzitien im Alltag und eines Bibelkreises, in den Grundschulen und bei der Erstkommunionvorbereitung „auf vielfältige Weise mit seiner menschlichen, frohen und zugewandten Art für die Kirchengemeinde eingebracht“, so Dietmar Heshe.

Am Sonntag, 15. Juli, wird David Laudano seine letzte Statio in der Kirchengemeinde halten und sich 11 Uhr mit der Feier der Eucharistie in St. Ulrich verabschieden. Im Anschluss ist die ganze Gemeinde zur Begegnung und zum Imbiss vor der Kirche eingeladen. Künftig wird David Laudano in der Kirchengemeinde Anna Katharina in Coesfeld als Pastoralreferent eingesetzt. „Wir gratulieren ihm zu den bestandenen Abschlussprüfungen, danken ihm für seine tatkräftige Unterstützung und wünschen ihm und seiner Frau Gottes reichen Segen für die Zukunft“, so Pastor Hehse.