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Alpen: Generationswechsel an der Spitze des Kinderschutzbundes

Lobby für Kinder : Der Kinderschutzbund stellt sich neu auf

Die Ortsgruppe Alpen hat Irmgard Gräven nach 15 Jahren an der Spitze verabschiedet. Nachfolgerin ist Karin van Bonn.

In ihrer letzten Amtshandlung machte Irmgard Gräven, scheidende Vorsitzende des Alpener Kinderschutzbundes, am Mittwochabend noch einmal deutlich, mit welchem Engagement sich der Verein um benachteiligte Kinder in der Gemeinde kümmert. Von Kochkursen für „Miniköche“ über Ausflüge bis zum Basteln beim Nikolausmarkt reichte die Palette der Aktionen im vergangenen Jahr. Neben kreativen Angeboten und „Hilfe zur Selbsthilfe“ haben die Mitglieder auch ein Auge für Grundbedürfnisse der Kleinen.

Ein Beispiel dafür ist das seit acht Jahren laufende Programm „Milch und mehr“, in dem bei der Alpener Tafel einmal monatlich 31 Liter Milch und ein Dutzend Kühltaschen mit Nahrungsmitteln an Kinder verteilt werden. Ein Höhepunkt zum Jahresende war wieder die Sternschnuppenaktion. „98 Weihnachtswünsche hingen am Tannenbaum in der Volksbank, und wir konnten sie alle erfüllen. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei unseren Sponsoren bedanken“, sagte Irmgard Gräven.

Rückblickend auf ihre 15-jährige Zeit als Vorsitzende bekannte sie: „Es ist schön, dass man fragen kann und selten eine Ablehnung bekommt.“ Zur neuen Vorsitzenden der Ortsgruppe Alpen wählten die Mitglieder Karin van Bonn. Die ausgebildete Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin aus Menzelen-West arbeitet als Lehrerin am Berufskolleg für Gesundheit und Soziales in Geldern und gehört erst seit kurzem dem Kinderschutzbund an. In Alpen kennt man sie unter anderem als Leiterin der Ferienfreizeiten der Kirchengemeinde St. Ulrich. Ihre neue Aufgabe geht sie mit viel Zuversicht an: „Das ist ein tolles Team mit vielen Ressourcen. Als bekennende Netzwerkerin möchte ich die Erfahrungen der Mitglieder aufgreifen und vielleicht hier und da neue Akzente setzen.“

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Dabei hat sie nicht nur die materielle Armut der Kinder im Blick. „Nicht vergessen darf man die emotionale Armut, und die betrifft auch Kinder aus gutbürgerlichen Verhältnissen. Mit kreativen Angeboten wollen wir mit Familien und Kindern in Kontakt kommen. Es ist ganz wichtig, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen“, sagt die 55-Jährige. Außerdem möchte die neue Vorsitzende und Gründerin der Initiative „Mach mit“ Fachvorträge zu Themen wie Gewalt gegen Kinder initiieren. Weil der Datenschutz dem informellen Austausch etwa zwischen Schulen, Kindergärten und dem Kinderschutzbund im Wege steht, ist es für Karin van Bonn umso wichtiger, Präsenz zu zeigen: „Die Menschen sollen wissen, wer wir sind und was wir machen, damit sie auf uns zukommen.“

Was ihren Einsatz für den Kinderschutzbund betrifft, lautet das Credo der motivierten Pädagogin: „Kinder haben nur eine Zukunft. Sie sollen später sagen können, dass ihre Kindheit im positiven Sinn unvergesslich bleibt.“