Alpen: Evangelische Kirchengemeinde trauert um langjährigen Orgelspieler

Orgelspieler in Alpen : Trauer um Kirchenmusiker Heinrich Vetter

Jurist und Musiker: Der ehemalige Justiziar der Duisburger Stadtwerke spielte nebenher in der Kirche die Orgel. Nun ist er im Alter von 85 Jahren verstorben.

Die Evangelische Kirchengemeinde trauert um ihren langjährigen Organisten Heinrich Otto Vetter, der im Alter von 85 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstorben ist. Der Sohn des damaligen Superintendenten in Duisburg kam vor 25 Jahren mit seiner Frau Bärbel, die Lehrerin an der Grundschule in Veen war, nach Alpen. „Er hat sich gleich in unserer Gemeinde engagiert“, sagte Pfarrer Hartmut Becks. Bis zu seiner Erkrankung etwa vor acht Jahren hat er in der Kirche die Orgel gespielt.

Heinrich Otto Vetter – sein Vater zählte zu denen, die in Duisburg die Bank für Kirche und Diakonie auf den Weg gebracht haben – hat in Köln und Bonn Jura studiert und parallel dazu die C-Prüfung für Orgel abgelegt. Hauptberuflich war er Justiziar der Duisburger Stadtwerke. Dort hat er sich mit juristischen Mitteln maßgeblich für die Sicherung der Wasserqualität eingesetzt.

Nebenberuflich hat Vetter immer Kirchenorgel gespielt, zunächst in Buchholz, später in der Marienkirche im Stadtzentrum. Sein musikalisches Engagement hat Vetter in Alpen fortgesetzt. In der Kirchengemeinde hat er sich zudem aus tiefer Überzeugung gegen Zentralisierungstendenzen in der Evangelischen Kirche gestellt und für die Beibehaltung der presbyterial-synodalen Ordnung gestritten, die den Kirchengemeinden Selbstbestimmung sichert.

Heinrich Otto Vetter wird am Freitag, 23. August, um 10.30 Uhr auf dem Friedhof in Alpen zu Grabe getragen. Anschließend ist die Trauerfeier in der evangelischen Kirche.

(bp)
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