Alpenerin erlebt Havarie von Kreuzfahrtschiff Der wütenden See ausgeliefert

Alpen/Issum · Die ehemalige Alpener Schulleiterin Edith Catrein-Diering und ihr Mann waren Passagiere des Kreuzfahrtschiffes Fridtjof Nansen, das am 12. Januar nach schweren Unwettern auf Grund gelaufen ist. Sie erzählt, wie sie die Nacht auf dem tobenden Atlantik vor Norwegens Küste erlebt hat und warum sie trotzdem keine Panik hatte.

Das Expeditionsschiff Fridtjof Nansen im Hamburger Hafen. Bei einer Kreuzfahrt im Januar ist es mit knapp 400 Menschen an Bord auf Grund gelaufen.

Das Expeditionsschiff Fridtjof Nansen im Hamburger Hafen. Bei einer Kreuzfahrt im Januar ist es mit knapp 400 Menschen an Bord auf Grund gelaufen.

Foto: dpa/Bodo Marks

Es sollte eine Traumreise werden. Einmal zum Nordkap und die Nordlichter sehen. Das hatten sich Edith Catrein-Diering (71) und ihr Mann Kersten Diering schon ewig vorgenommen. Zu Beginn des Jahres sollte der Traum wahr werden. Zunächst war auch alles so, wie es sich die beiden Ruheständler vor Antritt der Reise auf dem Expeditionsschiff von Hurtigruten ausgemalt hatten. Doch dann drohte aus der Traumreise im besten Fall eine traumatische Reise zu werden. Denn die ehemalige Leiterin der Realschule in Alpen und ihr Mann zählten zu den 233 Passgieren der Fridtjof Nansen, die am 12. Januar in Norwegen bei schwerer See auf Grund gelaufen war. Gottlob ist‘s für niemanden ein Trauma geworden. Aber vergessen werden die beiden ihren Trip in den skandinavischen Winter bestimmt nie mehr. „Ich kann keinen Wind mehr hören“, sagt Edith Catrein-Diering, „einen Sturm schon gar nicht.“