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Alpen: Ein Pfad durch die Geschichte der Gemeinde

Info-Stelen an Gebäuden : Ein Pfad durch Alpens Geschichte

Der Förderverein Motte und der Heimat- und Geschichtsverein haben 16 schmucke Info-Tafeln an Gebäuden mit langer Historie für den Ort aufgestellt. Sehr hilfreich war das Alpen-Lexikon.

Der Geschichtspfad durch den Ort Alpen steht vor der Fertigstellung. Dafür hat der Förderverein Alpener Motte mit seinen Mitstreitern gesorgt. Bereits im vorigen Jahr hatten der Förderverein und der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) an zwei geschichtsträchtigen Orten – Kapellchen Zum Wald und Marienstift – bebilderte Info-Stelen aufgestellt.

Im Frühjahr ergab sich durch die Leader-Region „Niederrhein: Natürlich lebendig!“ nun die Möglichkeit, eine Förderung von Kleinprojekten zur Stärkung der Strukturen im ländlichen Raum zu beantragen. Der Vorstand des Fördervereins Motte sah darin die einmalige Chance, den immer schon in Alpen vorhandenen Wunsch nach Verwirklichung eines Geschichtspfads realisieren zu können.

 Ausschnitt aus dem Text- und Bildteil der St.-Ulrich-Stele.
Ausschnitt aus dem Text- und Bildteil der St.-Ulrich-Stele. Foto: HVV

So bewarb sich der Verein in enger Absprache mit dem HVV bei Leader um Unterstützung für das Projekt. Anfang Mai kam der Zuwendungsbescheid: So ging’s „ran an die Arbeit“, um das Projekt bis Ende November komplett fertigzustellen und auch abrechnen zu können. Das war eine Bedingung des Fördergebers.

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Beide Vereine stimmten sich über die infrage kommenden Standorte für die Stelen ab. Für 16 geschichtsträchtige Orte in Alpen wurden Arbeitsgruppen gebildet, die die Aufgabe hatten, die einzelnen Stelen mit Texten und Bildmaterial auszustatten und die Erlaubnis einzuholen, die schmucken Stelen aufstellen zu dürfen. Zahlreiche Bürger und Bürgerinnen und auch Uschi Hüsch vom Gemeindearchiv im Alpener Rathaus haben das Vereinsdoppel unterstützt.

Der Kreis der Bilderweg-Gruppe im Vorstand des Fördervereins Motte wurde um einige Mitglieder erweitert. So wurden Bilder und Texte zusammengetragen und die Geschichtstafeln in vielen Arbeitsstunden fertiggestellt. Einen ganz besonderen Dank richten Christian Lommen vom Förderverein und HVV-Vorsitzender Franz-Josef Spölmink an die Arbeitsgemeinschaft Alpen-Lexikon unter der Federführung von Dieter Schauenberg, auf dessen großen Fundus an Wissen und Texten der Verein zurückgreifen konnte und durfte. Nachdem sämtliche Vorarbeiten geleistet waren, wurden die von einem Grafiker entworfenen Stelen aus Edelstahl bei einem in der hiesigen Region ansässigen Metallbetrieb in die Fertigung gegeben. Zwischenzeitlich stehen die 16 Säulen nun an ihrem Platz und erläutern dem Betrachter, wo er gerade steht. Dabei leistete der Bauhof der Gemeinde wertvolle Hilfe.

Über an den Stelen aufgebrachten QR-Codes, die in Kürze aktiviert werden, können demnächst weitere Informationen zu den jeweiligen Standorten, aber auch zu Autoren und Quellen digital abgerufen werden. Der Vorstand des Fördervereins bedankt sich bei allen, die zur Umsetzung des Projekts beigetragen haben. Der HVV wird ergänzend noch einen Flyer herausgeben. Coronabedingt wird die offizielle Einweihung erst im Frühjahr stattfinden.

(bp)