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Alpen: Ehemaliger Hauptschulrektor Alfons Greafenstein ist 90

Persönlichkeit aus Alpen : Ein erfülltes Leben mit Liebe zum Singen

Alfons Graefenstein ist 90 Jahre alt geworden. In das Ständchen, das man ihm im Elisabeth-Heim in Xanten gebracht hat, stimmte der Jubilar fröhlich mit ein.

Er sagt’s ohne erkennbaren Groll. „Von einem auf den anderen Tag ist man alt.“ Darf er auch sein. Denn Alfons Graefenstein hat am Dienstag seinen 90. Geburtstag gefeiert. Im Elisabeth-Heim in Xanten, in dem der einst umtriebige Alpener seit knapp einem Jahr lebt. Körperlich nicht mehr so ganz auf dem Damm zeigt er sich beim Empfang seiner Gäste geistig voll auf der Höhe.

„Was macht der Kirchenchor“, will das gut gelaunte „Geburtstagskind“ von Maria Schellen, Vorsitzende des Cäcilien-Chores St. Ulrich, wissen. „Wir proben wieder“, berichtet sie dem Mann, der selbst viele Jahre dem Chor seine Stimme geliehen hat. Wie seine Frau Hanne, mit der er fast 65 Jahre verheiratet war, gemeinsam sieben Kinder groß gezogen hat, die mit ihm noch ins Pflegeheim gezogen war und die im Frühjahr gestorben ist.

Auch im renommierten Collegium Vocale in Wesel hat Alfons Greafenstein, der 1984 als neuer Leiter der damaligen Hauptschule mit seiner Familie nach Alpen gekommen war und hier seine Heimat gefunden hat, lange gesungen. Der damalige Dirigent Willem Winschuh hatte sich zum Gratulieren angesagt, wie auch Pastor Dietmar Heshe. Schließlich war Alfons Graefenstein, der als Pädagoge im Besitz der kirchlichen Lehrerlaubnis Missio canonica war, mal Kirchenvorstand.

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Was seine Senioren Union so treibt, deren Vorsitzender er sieben Jahre lang war, muss Kurt Verhülsdonk ihm nicht lange erklären. „Ich habe alle Protokolle“, sagt der 90-Jährige. Darauf stimmt der CDU-Ehrenvorsitzende dem Jubilar ein Ständchen an: „Zum Geburtstag viel Glück ...“ Der, der sonst nur noch davon träumt, im Chor zu singen, wie er erzählt, stimmt gleich fröhlich mit ein. Wie auch Bürgermeister Thomas Ahls, der mit Blumen gratuliert und mit Alfons Graefenstein die Leidenschaft fürs Singen teilt.

Die Lebensgeschichte des 90-Jährigen nachzuzeichnen, der in Dortmund das Licht der Welt erblickt hat, bräuchte es ein ganzes Buch. Dafür hat er den Grundstock bereits geliefert. Bevor seine Urenkelin Lara geboren wurde, eine von 15 Urenkeln, haben ihm die werdenden Eltern damals ein Heftchen geschenkt, damit Lara später weiß, wie der Uropa gelebt hat. Daraus ist längst ein dickes Ringbuch geworden. Und die Geschichten sind noch nicht alle aufgeschrieben.

(bp)