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Alpen: Die offengelegte Alpsche Ley wuchert zu

Alpen : An der Alpschen Ley herrscht Wildwuchs

Die Lineg hat mit viel Aufwand die Alpsche Ley mitten in Alpen offengelegt. Doch inzwischen holt sich die Natur den hübsch gestalteten Graben wieder zurück. Nächste Woche soll endlich gemäht werden.

Vor eineinhalb Jahren hat die Lineg die Alpsche Ley mitten in Alpen ans Licht geholt. Für Monate war die Burgstraße, Hauptverkehrsader im Ort, verstopft, weil das Brückenbauwerk erneuert werden musste. Daher ärgert es viele Alpener derzeit sehr, wenn sie vom Brückengeländer aufs Gewässer schauen. Denn die üppig wachsende Natur hat den Flusslauf zurückerobert und inzwischen komplett zugewuchert. Kein schöner Anblick. So kann das mit der Renaturierung nicht gemeint sein.

Ist es auch nicht, wie Elke Wimmer, Sprecherin der Lineg, auf Anfrage der Redaktion sagte. Spätestens in der kommenden Woche werde das mit der Wartung der Alpschen Ley beauftragte Unternehmen anrücken, um das Grün zu mähen, damit das Gewässer wieder frei fließen kann. Der Auftragnehmer sei neu und aufgrund seiner noch mangelnden Ortskenntnis mit den Pflegearbeiten „wohl etwas ins Hintertreffen geraten“. Denn eigentlich sei der Eingriff bereits für Juni vorgesehen gewesen. Der nächste stehe dann für September im Arbeitsplan.

Der Pflegeplan sei auch Anwohnern bereits vor geraumer Zeit mitgeteilt worden. Die hatten sich über das „Kundeninformationsmanagement“ an die Lineg gewandt, weil ihnen der Zustand des ursprünglich so hübsch gestalteten Grabens nicht gefiel.

Grundsätzlich aber, so sagte Elke Wimmer, müsse man sich daran gewöhnen, dass es an den Gewässerläufen nicht so aussehe wie auf Golfplätzen. „Die Zeiten des englischen Rasens an den Gräben sind vorbei“, so die Lineg-Sprecherin. Das könne die Linge bei einem rund 400 Kilometer langen Gewässerlauf auf einer Verbandsfläche von 624 Quadratkilometern auch kaum leisten. Inzwischen schreitet die Renaturierung der Alpschen Ley nach den Standards, die die Europäische Wasserrahmenrichtlinie setzt, voran. Nach dem innerörtlichen Abschnitt ging es in den Bereich Alpen-Ost. Inzwischen ist der Abschnitt in Drüpt an der Reihe.