Alpen: Der richtige Ton zum zweiten Advent

Nikolausmarkt : Der richtige Ton zum zweiten Advent

Der Alpener Nikolausmarkt am Rathaus machte deutlich, wie groß die Hilfsbereitschaft in der Gemeinde ist – für Kinder, Senioren und Flüchtlinge.

Der Alpener Nikolausmarkt, der an diesem Wochenende in und um das Rathaus in seine zehnte Auflage ging, versprüht einen ganz besonderen Charme. „Unter den insgesamt 49 Ausstellern sind alleine 31 Kunsthandwerker, außerdem sind viele Alpener Vereine und Organisationen vertreten“, erklärt Organisatorin Petra Romba.

Viele davon haben das Wohl anderer Menschen im Auge. Vom Alpener Nikolausmarkt profitieren Kindergartenkinder ebenso wie ältere Menschen, Flüchtlinge und von Armut betroffene Mitmenschen. Während der Eröffnung des Marktes am Samstag überreichte Claudia Peerenboom von den Alpener Landfrauen einen Scheck über 500 Euro an die Alpener Ortsgruppe des Kinderschutzbundes. Dabei handelte es sich unter anderem um den Erlös aus der Cafeteria im Rathaus, in der die backfreudigen Damen regelmäßig ihre süßen Versuchungen anbieten.

Wer mal über den Tellerrand blicken möchte, konnte am Stand der Alpener Flüchtlingshilfe mit ein wenig Losglück ein einzigartiges Erlebnis gewinnen. „Flüchtlinge laden Alpener Familien zum Essen ein. Die Gewinner können Gerichte aus Venezuela, Syrien oder Tadschikistan probieren und in netten Gesprächen die Gastfreundschaft anderer Länder kennen lernen“, sagt Patrick Depuhl. Eine sehr schöne Form der Nachhaltigkeit und noch dazu einzigartig sind die von Flüchtlingsfrauen aus ehemaligen Jeanshosen genähten Taschen und Rucksäcke. Die Erlöse kommen dann wieder der Flüchtlingshilfe zugute.

In Alpen hilft man sich, das haben auch Eltern und Erzieher des Waldkindergartens am Sonntagmorgen erfahren. Der Wind hatte in der Nacht ihren Pavillon weggerissen und zerstört. „Das DRK Alpen hat ganz schnell ein Zelt aus Rheinberg besorgt, die Jugendfeuerwehr und Eltern haben beim Aufbau geholfen“, freut sich Jennifer Meurer und schnippelt Äpfel für den hausgemachten „Wurzelzwergpunsch“. Wer lieber Glühwein mit oder ohne „Schuss“ oder die gute alte Feuerzangenbowle mag, hilft damit dem Förderverein des St.-Ulrich-Kindergartens oder unterstützt die Moldawien-Hilfe. Da macht der Bummel durch die Budengasse doppelt Spaß.

Birgit Hommen und Monika Knüppel möchten mit ihrem „Weihnachtswunschbaum“ älteren Menschen eine Freude machen. 134 Wünsche haben sie eingesammelt, die Resonanz war überwältigend. „Am Sonntagmittag waren schon 117 Wunschsterne weg. Ganz oben auf der Wunschliste älterer Mitbürger stehen Zeitwünsche. Mal eine Tasse Kaffee mit jemandem trinken, reden oder gemeinsam spielen fehlt vielen“, sagte Birgit Hommen.

Zur guten Unterhaltung trug wieder einmal ein buntes Bühnenprogramm bei mit den niederrheinischen Posaunenchorfreunden, den Dancing Kids der Menzelener Wilhelm-Koppers-Schule oder dem Spielmannszug Menzelenerheide. Das Herz des Nikolausmarktes sind die vielen kleinen und zumeist selbstgemachten Geschenkideen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Mango- oder Wildrosenseife? „Der absolute Renner ist heute die Zimt-Orangen-Seife, die duftet so herrlich weihnachtlich“, erzählt Seifenexpertin Jennifer Haberkorn.

Höhepunkt war der Besuch des Nikolauses am Sonntag, der hatte Weckmänner für jeden dabei.