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Alpen: Das Herz des närrischen Urgesteins Bernhard Siemons schlägt links

Karneval hält jung : Auch mit 80 schlägt sein Herz noch für die Arbeitnehmerschaft

Bernhard Siemons aus Alpen feiert am Samstag seinen 80. Geburtstag. Das KAB-Urgestein freut auf den närrischen Ruf „Mokum mäk met“.

Es gibt einen Bazillus, der nicht krank macht, sondern eher wie ein nie versiegender Jungbrunnen wirkt. Einer, der diesen Erreger in sich trägt, ist Bernhard Siemons. Das Karnevalsurgestein feiert am Samstagmorgen in allerbester Laune seinen 80. Geburtstag. Unmittelbar danach aber richtet sich sein Blick mit großer Vorfreude auf die närrische Sitzung der KAB. Das närrische Fieber steigt spürbar. Bei der KAB sitzt Siemons als Alterspräsident immer noch dem Elferrat und stimmt kernig ein in den jecken Ruf „Mokum mäk met“. Nur in die Bütt klettert er nicht mehr. Das überlässt er den jüngen Jecken

Bernhard Siemons, der einst in Rheinberg das Licht der Welt erblickt hat, ist über Kamp-Lintfort nach Alpen gekommen, wo er mit seiner Frau Uschi, mit der er seit 55 Jahren verheiratet ist, ein Häuschen gebaut hat. Beide haben einen Sohn. Inzwischen ist der Enkel der ganze Stolz der Großeltern.

Nach der Schule hat Siemons zunächst eine kaufmännische Ausbildung absolviert, anschließend bei der Bundeswehr die Offizierslaufbahn eingeschlagen, ehe er an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie studiert hat. Dann war er Berufsberater beim Arbeitsamt, ehe er zur Industrie- und Handelskammer (IHK) wechselte, wo er gut 30 Jahre lang als Ausbildungsberater tätig war. Auch bei der Hilfsaktion der Alpener KAB für Peru stand die Ausbildung junger Leute im Mittelpunkt.

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Der 80-Jährige, im katholischen Milieu aufgewachsen, engagierte sich in der christlichen Arbeiterjugend (CAJ), danach bei der Jungen Familie. Noch heute tut er als Messdiener Dienst, „wenn man mich ruft“, sagt er. Sein politisches Herz gehört der Arbeitnehmerschaft. Bis zum vorigen stand er in Alpen vier Jahrzehnte lang an der CDA-Spitze, der Arbeitnehmerschaft in der CDU. Klar, dass er auch der KAB, der katholischen Arbeitnehmerschaft, angehört und auch hier bis auf Bezirksebene mitmischt. Auch im Kirchenvorstand von St. Ulrich hatte sein Wort lange Zeit Gewicht.

Neben der Familie, so der Jubilar, seien ihm die vielen Freunde und vor allem die gute Nachbarschaft am Marienstift immer eine Stütze gewesen: „Ohne diesen Zusammenhalt kommt man nicht so gut durchs Leben“, sagt er voller Dankbarkeit. Da Karnevalisten gerne feiern, ist es nicht verwunderlich, dass Bernhard Siemons auch dem Junggesellenschützenverein angehört.

Für Samstagmorgen hat er ins Kolping-Haus in Kamp-Lintfort eingeladen. Da geht’s mal fast nur um ihn. Aber schon rückt die KAB-Sitzung in den Blick. Über das Motto schweigt er sich aus: „Streng geheim.“ Auch mit 80 hält er sich eisern an Absprachen. Die Spannung soll schließlich andauern. Und wenn Karneval vorbei ist, kommt die Fastenzeit. Und dann ist schon bald wieder Weihnachten. Dann schlüpft der 80-Jährige wieder alle Jahre wieder in die Rolle des Heiligen St. Nikolaus.