Gegen das Artensterben CDU in Alpen will Bienen auf dem Rathausdach ansiedeln

Alpen · Selbst auf dem Reichstagsgebäude in Berlin stehen Bienenkörbe. Das kann sich die CDU auch für das Rathaus in Alpen gut vorstellen. Aber ganz so einfach ist das nicht.

Die CDU in Alpen will Rathaus-Honig prodzieren.  Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Die CDU in Alpen will Rathaus-Honig prodzieren. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Foto: dpa/Frank Rumpenhorst

Die CDU-Fraktion möchte auf dem Rathausdach in Alpen Bienen ansiedeln und Honig produzieren, der als „Rathaus-Honig“ dann bei repräsentativen Anlässen an auswärtige Besucherinnen und Besucher verschenkt werden kann, um ihnen Alpen ein wenig schmackhaft zu machen. Der Antrag wird am Dienstag, 27. September, um 18 Uhr im Rat behandelt.

Zahlreiche Städte und Gemeinden seien hier schon länger erfolgreich unterwegs, schreibt der neue CDU-Fraktionsvorsitzende Frederik Paul in der Begründung. Auch auf dem Reichstag in Berlin stünden Bienenstöcke. Von der Bienenhaltung auf kommunalen Gebäuden könne Alpen profitieren, so Paul. Die Honigproduzenten hätten einen Aktionsradius von rund zwei Kilometern. In Alpen seien viele unterschiedliche, blühende Pflänzchen zu finden, die sie anfliegen könnten, um Nektar zu sammeln für den ganz speziellen Rathaus-Honig. Die Stöcke auf dem Rathausdach oder anderen Gebäuden der Gemeinde seien zudem vandalismussicher. CDU-Ratsherr Carlo Ridder, als Leiter des Waldkindergartens Wurzelzwerge auch ein erfahrener Imker, hat seine praktische Unterstützung zugesagt, um mit diesem Projekt dem Bienensterben etwas entgegen und „ein Statement zu setzen und die Biodiversität zu fördern“, so der junge Mann an der Fraktionsspitze.

Aber ganz so einfach ist’s wohl nicht, wie die Verwaltung in ihrer Vorlage schreibt. Die meisten Dächer der kommunalen Gebäude seien nicht ohne weiteres zugänglich. Es müsste sich also um Flachdächer handeln, auf denen Bienenbeuten standfest und verkehrssicher untergebracht werden könnten. Hier wiederum seien dann auch die Fluchtwege für das Personal zu beachten, die wie zum Beispiel im Rathaus oder in der Grundschule Zum Wald in Alpen über die Flachdächer führen. Andere Standorte, die bisher eher auf kommunalen Liegenschaften lagen oder liegen, habe die Verwaltung in der Vergangenheit immer positiv begleitet.

(bp)
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