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Alpen: Auf Befreiungsmission für Bönninghardts Kiefern

Alpener Presbyter engagieren sich als Waldarbeiter : Auf Befreiungsmission für Bönninghardts Kiefern

Die Evangelische Kirchengemeinde Alpen hat sich der Pflege des Bönninghardter Waldes gewidmet. Gemeinsam wurden junge Kiefern vom Würgegriff dicht wachsender Farne befreit.

Die Evangelische Kirchengemeinde Alpen hat sich der Pflege des Bönninghardter Waldes gewidmet. Gemeinsam wurden junge Kiefern vom Würgegriff dicht wachsender Farne befreit. Das Waldgrundstück gehört der Kirche. Helfer kamen aus dem Presbyterium und der Gemeinde. Im Gottesdienst war zur Rettungsaktion aufgerufen worden.

Dass das starke Wachstum der Farne für die Kiefern lebensgefährlich werden könnte, habe die Gemeinde zunächst nicht erwartet, sagte Baukirchmeister Hans-Henning Schultes. Vor allem die starken Niederschläge in den vergangenen Wochen und Monaten hätten aber dafür gesorgt, dass der Adlerfarn noch stärker gewachsen sei als sonst. Der so entstandene dichte Teppich habe den jungen Bäumen jegliches Sonnenlicht geraubt und somit in der Entwicklung behindert.

Die Höhe und Dichte des Farns hat es auch den Ehrenamtlichen schwierig gemacht, die Kiefern zu finden. Für die Befreiung der Setzlinge teilten sich die Helfer in drei Gruppen auf. Mit Holzstäben schlugen sie den Farn zurecht oder hoben ihn hoch, so dass die Kiefern darunter sichtbar wurden. Viele Bäumchen waren jedoch schon erstickt. Die Helfer waren froh über jede noch lebende Pflanze. Die Befreiung sei ganz schön anstrengend gewesen, erzählten die Naturfreunde.

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Erst im Januar wurden die Kiefern gepflanzt: Um die Natur zu verjüngen, den Wald für nachfolgende Generationen zu erhalten und weil der Borkenkäfer viele Bäume befallen und dadurch zerstört habe, erzählte Schultes. Dietmar Paul, ebenfalls Mitglied des Presbyteriums, sagte nach Abschluss der Aktion: „Der Erfolg hätte größer sein können. Aber jeder Baum, der gerettet wurde, ist ein geretteter Baum.“ Zum Ende hin hätten sie noch mehrere lebende Setzlinge gefunden, für viele sei die Befreiungsaktion jedoch leider zu spät gekommen.

Für die abgestorbenen Bäumchen sollen im nächsten Jahr neue Kiefern gepflanzt werden, versprach Paul. Den Farn wolle man im nächsten Jahr früher unter die Lupe nehmen und dann erneut eine solche Aktion durchführen, um den Kiefern bestmögliche Wachstumsbedingungen zu bieten.