Alpen: 350 Drüpter nutzen Info-Abend zum Protest gegen geplanten Kiesabbau

Kiesabbau : Bürgermeister stellt sich an Seite der Drüpter Kiesgegner  

Der Info-Abend im Pädagogischen Zentrum war eine eindrucksvolle Demonstration gegen Kiesabgrabung in Drüpt und Millingen. Bürgermeister Thomas Ahls versprach, die Stellungnahme der Gemeinde zum Regionalplanentwurf entsprechend zu ändern.

Der Protest entfaltet Wirkung. Mehr als 350 Menschen aus Drüpt, Huck und Millingen strömten am Donnerstagabend ins Pädagogische Zentrum (PZ) der Sekundarschule. Sie setzten ein klares Signal: „Kein Kiesabbau!“ stand in großen Lettern auf Bannern, befestigt an Traktoren und Vans der Besucher, die sich gegen Pläne des Regionalverbandes Ruhr (RVR) vor ihrer Haustür wehren.

Seit die Dimension der Vorhaben vor Ort bewusst geworden ist, war Tag für Tag mehr Dampf auf dem Kessel. Das hatte Bürgermeister Thomas Ahls erkannt. Mutig stand er als Solist auf der großen Bühne Rede und Antwort – auch für Dinge, der er letztlich nicht zu verantworten hat. Und er räumte Fehler ein.

Zu lange habe er beim Thema Kies nur die Bönninghardt wahrgenommen. Inzwischen sei, nicht zuletzt durch die machtvolle Demonstration, die die Versammlung im PZ zweifellos sei, auch ihm klar geworden, dass es bei der Stellungnahme zum Regionalplanentwurf, wie ihn die Politik verabschiedet habe, so nicht bleiben könne und werde.

„Das Kind ist, was uns angeht, noch nicht in den Brunnen gefallen“, so Ahls. Er habe die Stellungnahme, die bis Ende des Monats beim RVR sein muss, noch in der Schublade. Die werde, vorbehaltlich der Zustimmung des Rates, jetzt so geändert, dass sie sich ganz gegen Kiesabgrabung in Alpen wende, auf der Bönninghardt, in Drüpt und anderswo. Das haben bislang nur die Grünen so kategorisch verlangt.

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