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Adelsschlag für Veener Steuerkanzlei Ingenerf

Steuerberatungsgesellschaft Ingenerf : Adelsschlag für Veener Steuerkanzlei

Die Steuerberatungsgesellschaft Ingenerf hat kurz vor dem Betriebsjubiläum ein Qualitätssiegel erhalten.

Vielleicht liegt es an der Sachlichkeit der Branche, dass sich hinter einem unscheinbaren Dokument ein echter Adelsschlag verbirgt: Die Steuerberatungsgesellschaft Ingenerf hat das DStV-Qualitätssiegel erhalten. Und damit gehört die Veener Kanzlei mit Zweitsitz am Bergweg 2 und Hauptsitz in Rheinhausen zu einem erlesenen Kreis: Von bundesweit rund 60.000 Steuerkanzleien sind nur 400 nach den Richtlinien des Deutschen Steuerberaterverbandes zertifiziert.

Drei Jahre intensive Arbeit haben Steuerberaterin Andrea Ingenerf-Bremenkamp und ihr Bruder, Steuerfachwirt Thomas Ingenerf, gemeinsam mit 18 Mitarbeitern in dieses Projekt investiert. Am Ende hat ein externer Prüfer das entwickelte Qualitätsmanagement auf Herz und Nieren geprüft. Dabei ist das DStV-Siegel keine Auszeichnung für die Ewigkeit, sondern ein fortwährender Prozess: Möchte die Kanzlei ihr Prädikat erhalten, muss sie sich alle zwei Jahre erneut zertifizieren. „2016 haben wir den Entschluss gefasst, uns mit uns selbst zu beschäftigen, indem wir Arbeitsprozesse besser organisieren, sie dokumentieren und standardisieren“, erläutern die Kanzlei-Chefs. Neu zu definierende Prozesse sollten effizienteres und zielgerichtetes Arbeiten bei fehlerfreier Qualität gewährleisten. Dazu wurde ein Qualitätsmanagementhandbuch erstellt, an dem vom Azubi bis zum Steuerberater alle mitgearbeitet haben.

Und was hat das Team nun davon? „Natürlich bringt uns das Qualitätssiegel allein keinen Mandanten mehr. Das geschieht meist über Mundpropaganda zufriedener Mandanten. Aber es stärkt sicher das Vertrauen“, so Ingenerf-Bremenkamp. Entscheidend sei, dass das vom ganzen Team entwickelte Handbuch als Leitfaden in den Alltag integriert und als wertvolles Hilfsmittel gesehen wird.

Die Steuerexperten sind sicher: Ihr Vater hätte sie zu diesem Schritt ermutigt. Kanzleigründer Arnold Ingenerf, der 2013 plötzlich verstarb, stand für geradliniges Denken, strukturiertes Handeln und das Ausschöpfen von Potenzialen. Der Veener Steuerberater hatte die Rheinhauser Kanzlei 1970 übernommen und diese bis 1997 als Einzelpraxis geführt. Die Beratungsstelle am Bergweg 2 wurde 2004 eröffnet. Nach Eintritt von Tochter Andrea Ingenerf-Bremenkamp wurde die Kanzlei schließlich in eine Steuerberatungs GmbH überführt.

Mittlerweile hat sich das Unternehmen zu einer mittelständischen Beratungskanzlei entwickelt. „Viele Mandanten werden bereits in dritter Generation von uns betreut“, so Thomas Ingenerf. Und nicht nur mit Blick auf das 50-jährige Betriebsbestehen im nächsten Jahr schaut die Ingenerf Steuerberatungsgesellschaft zuversichtlich in die Zukunft. Denn schon jetzt scheint die Unternehmensnachfolge gesichert: „Sowohl meine Tochter Malina (21) als auch mein Sohn Florian (20) steuern das Berufsziel Steuerberater an“, so Ingenerf-Bremenkamp.