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Abrissarbeiten in Alpen fast abgeschlossen: Bis neu gebaut wird, dauert's

Stadtentwicklung in Alpen : Das Feld für das neue Alpen ist bereitet

Die Abrissarbeiten an der Ecke Lindenallee/Ulrichstarße und auf dem Willy-Brandt-Platz sind nahezu abgeschlossen. Bis aber die Wunden im Orstkern geheilt werden können, dauert‘s noch. Es sind noch Planungsfragen zu klären.

Die Bagger haben längst ganze Arbeit geleistet im Herzen von Alpen. Der Gasthof Zur Hoffnung gegenüber der Kirche St. Ulrich ist nur noch schöne Erinnerung. Und auch auf dem Willy-Brandt-Platz ist das alte Feuerwehrgerätehaus längst abgeräumt. Auf dem Grundstück türmen sich Schuttberge, Radlader wühlen im Erdreich. Zuletzt sind auch einige Bäume gefällt worden, die im Weg standen. An der Lindenallee nagt die Abrissbirne noch am alten Mehrfamilienhaus gegenüber der Volksbank. Wann aber hier auf der Mondlandschaft die neue Zeit beginnen kann und die Wunden geschlossen werden, ist noch weitgehend offen. Da sind die Behörden und auch die Politik noch am Ball, um rechtliche Hürden aus dem Weg zu räumen. Das kann an der Ecke Lindenallee/Ulrichstraße recht schnell gehen. Am Willy-Brandt-Platz aber braucht es sicher noch ein Weilchen länger.

Der Bauantrag zur Errichtung der Rossmann-Filiale als Kern des Projekts gegenüber der katholischen Kirche liegt im Kreishaus. Im Rathaus ist aber zur Zeit nicht bekannt, wie weit die Bearbeitung gediehen ist oder ob gar schon ein amtliches Go für den Investor vorliegt. Die Alpener Verwaltung habe ihre Hausaufgaben hier weitgehend erledigt, sagte Planer Volker Schlicht im Gespräch mit der Redaktion.

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Der Bebauungsplan sei, nachdem er noch mal angepasst worden sei, „praktisch genehmigungsfähig“, so Schlichts Einschätzung. Das Planwerk sei „formal abgeschlossen“, nachdem zuletzt dem Wunsch des Investors Rechnung getragen worden sei, die Erschließung – also die Warenanlieferung – des Drogeriemarktes „von hinten“ und nicht mehr von der Ulrichstraße aus zu bewerkstelligen. Zum Gesamtpaket gehören neben dem modernen Drogeriemarkt im Ortskern auch ein gutes Dutzend neue Wohnungen.

Etwas mehr Geduld braucht’s auf dem Willy-Brandt-Platz. Hier muss vorm Einreichen des Bauantrages für den Vollsortimenter (zuletzt war immer Rewe im Gespräch) und 36 Wohnungen in mehreren, einzeln stehenden Gebäuden noch die Rechtsgrundlage geschaffen werden. Hier geht es um die Aufstellung eines sogenannten „Vorhaben bezogenen Bebauungsplans“ für den Standort, der im Flächennutzungsplan noch der Feuerwehr zugeschrieben ist und künftig in ein „Sondergebiet für Einzelhandel und Wohnen“ überführt werden soll.

Volker Schlicht kündigte an, dass er an einer Sitzungsvorlage für den Rat arbeite, damit der möglichst zeitnah den Offenlage-Beschluss für die Pläne fassen kann. Investor Testrut und seine Architekten befänden sich noch in Abstimmungsgesprächen mit dem Kreis Wesel als zuständige Bauaufsichtsbehörde. Der Dialog soll dafür sorgen, dass es nach Abschluss des kommunalen Planänderungsverfahrens recht zugüg gehen könnte mit der Baugenehmigung. Mit zeitlichen Prognosen aber hält Schlicht sich zurück: „Es liegt noch eine gehörige Portion Arbeit vor allen Beteiligten. Aber im Herbst sollten wir klarer sehen.“

Klar sei, dass sich nicht nur die Behörden zu den Plänen äußern werden, sondern auch die Bürgerschaft, insbesondere die Nachbarn ihre Anregungen und Bedenken ins Verfahren einbringen könnten und und gehört werden würden. Mit der Nachbarschaft sei man schon sei geraumer Zeit im Austausch.

Investor Testrut hatte bereits zugestanden, bei einem der Wohnkomplexe auf ein Staffelgeschoss zu verzichten, damit angrenzende Gärten oder Balkone möglichst nicht im Schatten liegen. Politisch kontrovers wurde es zuletzt wegen des Antrages von Seiten des Investors, Bäume zu fällen, die seinen Plänen im Weg stehen. Der Rat hat dafür mehrheitlich grünes Licht gegeben. Nun sind auch sie gewichen und haben Platz gemacht.

(bp)